Archiv vom Januar 2006


WB: Pepper Dennis und Bedford Diaries starten vor Ostern

Dienstag, 31. Januar, 2006

Ein Teil des soon-to-be CW Networks beginnt mit den letzten großen Programmänderungen seiner Geschichte: Im Rahmen der Midseason-Starts wird das Programm des WB in einigen Bereichen umgestellt und gibt vielleicht so schon einen möglichen Ausblick auf den Programmplan des CW ab dem Herbst.

Die “romantische Komödie” Pepper Dennis (um eine chaotische Newsreporterin) übernimmt demnach ab 4. April den Sendeplatz von “Supernatural” gleich nach den “Gilmore Girls”. Der Lead-Out Platz nach den “Chica Gilmores” hat sich für “Supernatural” als recht erfolgreich erwiesen — offensichtlich erhofft man sich nun den gleichen Effekt für “Pepper Dennis”. “Supernatural” wechselt dafür auf den Sendeplatz am Donnerstag nach “Smallville”. Diese Paarung war eigentlich schon für den Start der Show im Herbst erwartet worden, da sich beide Shows doch ideal ergänzen — zumindest bis die geplante “Aquaman”-Serie im Herbst startet. Das Zusammenstellen von “Pepper Dennis” und und den Gilmores hingegen lässt sich mit viel Phantasie als eine Vorbereitung des Duets “Gilmore Girls – Veronica Mars” deuten (sofern der Kreativunfall “Pepper Dennis” wie erwartet floppt).

Auch für das Drama “The Bedford Diaries” (um eine Gruppe von Teilnehmern an einem Videotagebuch-Kurses an einem College) steht mit dem 22. März nun ein Starttermin fest. Mittwochs wird die Show für einige Wochen bis zu den Upfronts das Lead Out zu “One Tree Hill” bilden — letztere Show gilt allgemein neben “Everwood” noch als Wackelkandidaten für die Zeit des Post-UPN/WB-Mergers.

Everwood wird übrigens auch wieder auf den alten Montag-Sendeplatz starten – ab 20. März geht es mit einer Doppelfolge in der Staffel weiter.

Oscar Nominierungen

Dienstag, 31. Januar, 2006

Dank der netten BBC kann ich die Nominerungen mal live sehen — wirklich ein Genuss, wie schnell das geht. 14:38 ging’s los, 14:42 war’s zu Ende. Da könnte sich die Oscar-Verleihung selbst mal eine Scheibe abschneiden.

Aus der Erinnerung: “Capote” und “Brokedown Mountain” habe ich am häufigsten gehört. “Crash” ist ebenfalls für “Best Movie” nominert. Und Michelle Williams dürfte nun die erste Ex-WB-Teen-Show Darstellerin sein, die eine Oscarnominierung abgeräumt hat.

Sogar zwei deutsche Produktionen haben’s geschafft: “Sophie Scholl” ist nominiert ebenso wie ein Kurzfilm der Hamburger Filmemacherin Ulrike Grote.

Und wie erwartet, Claire Danes ist nicht dabei. :-(

Im erweiterten Eintrag die komplette Liste:

Restlichen Eintrag lesen…. »

dvdimport mutiert zu dvdsoon

Samstag, 28. Januar, 2006

Irgendwie gefällt mir gar nicht, wie das Pleite gegangene DVDSoon nun plötzlich eine Auferstehung bei DVDImport.com feiert. Offensichtlich wurde in den letzten Tagen die Datenbank und das Layout-Grundgerüst von DVDSoon durch DVDImport.com übernommen. Der Besitzer von DVDImport hatte Ende des letzten Jahres angeblich die Restbestände von DVDSoon aufgekauft. Ich hatte mit DVDImport bis dato auch nur positive Erfahrungen gemacht. Aber nun bin ich doch sehr misstrauisch. Erst mal abwarten, bevor ich da wieder eine Bestellung mache…

Die IMDb und TV Serien

Donnerstag, 26. Januar, 2006

Endlich hat die Internet Movie Database (IMDb) einen lang ersehnten Datentyp eingeführt: “TV Episode”. Damit können Cast & Crew Einträge nun einfacher auf einzelne Episoden einer Serie verteilt werden (bisher war das ja nur durch einige Verrenkungen möglich). Damit verbunden ist nun auch das Feature “Episode List” bei Serien. Das hatte ich bisher wirklich schmerzlich vermisst, insbesondere seit dem Ersatz von TvTome durch das grausame TV.com.

Und das Schöne an der IMDb: man kann sich wie 1991 als die IMDb nur aus Usenet-Postings bestand immer noch die komplette Datenbank als Textdateien herunterladen (logischerweise nur für den persönlichen Gebrauch). Ob und wie die TV Episoden da allerdings eingearbeitet sind, habe ich noch nich ‘raus…

The Return Of The Thirtysomethings

Donnerstag, 26. Januar, 2006

Die Networks haben dieses Jahr eine neue (alte) werberelevante Zielgruppe (wieder-)entdeckt: Die thirtysomethings. Damit muss man nicht zwangsweise jene Gruppe der Geburtenjahrgänge genau zwischen 1966 und 1976 meinen. Das kann auch schon ab 25 beginnen, ein Personenkreis der quasi mit MTV und theWB seine Teen- und Twen-Jahre verbrachte. Menschen, die ihre Ausbildung hinter sich haben, nun im Berufsalltag leben, den Sprung über die gefürchtete “3-0″ geschafft haben (oder zumindest schon einige Sorgenfalten wegen jenem Datum haben) und sich nun mit bis dato ungewohnten Gedanken wie Lebensversicherung, eigenes Haus und den/die Partner/in für’s Leben tragen (nicht zwangsweise in dieser Reihenfolge). Oftmals bildet die so genannte “quarterlife crisis” den Einstieg zu diesem Lebensabschnitt.

An diese Generation wenden sich in den nächsten Monaten einige neue Shows. Im Grunde begann es bereits letztes Jahr mit dem Überraschungstreffer und Comedy-Hit “How I Met Your Mother”, welcher die durch “Friends” hinterlassene Lücke mehr als ausreichend füllte. ABC schiebt demnächst “What About Brian?” nach, auch andere Networks haben ähnliche Projekte auf dem Line-Up. Teilweise schon für die post-Olympische Midseason, teilweise erst für das Herbstprogramm. Im Fadenkreuz: Die Gruppe der 25-39 jährigen.

Love MonkeyEin klassischer Vertreter dieses Genres ist das Midseason Drama “Love Monkey”, das seit zwei Wochen auf CBS läuft. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Buch von Kyle Smith aus dem Jahre 2004. Darin geht es um den 32jährigen Journalisten Tom Farrell, der 2001 bei einem erfolgreichen New Yorker Boulevard Magazin (Smith arbeitete bei der New York Post) angestellt ist, der mit seinem Leben und seiner Arbeit unzufrieden ist. Der Roman handelt als eine Art amerikanisches “High Fidelity” von Toms Selbstfindung, seinen Liebschaften, seinen Freunden und versucht ein Bild seiner Altersgruppe kurz vor und nach den Terrorangriffen des 11. Septembers zu zeichnen.

Die TV-Fassung nimmt sich von diesem Konzept ein paar wesentliche Eckpunkte heraus, modifiziert allerdings den biographischen Hintergrund der Hauptperson. Tom (gespielt durch “Ed” Thomas Cavanagh) arbeitet nun zunächst bei einem großen Plattenlabel, das angeblich solche Mainstream-Hits wie “Hanson” hervorgebracht haben soll. Doch Tom ist nicht ausgefüllt mit seiner Arbeit bei diesem großen Konzern, sein Job widerspricht zunehmend seiner Lebensphilosophie und — besonders wichtig — seinem Musikgeschmack. Ihm geht es nicht um Geld, sondern um die Kunst. Er entspricht viel mehr dem Charakter Rob Fleming aus “High Fidelity”: Ein Musikexperte, der sich in den Annalen der Rock- und Pophistorie sehr gut auskennt und Dylan jeder Britney Spears Kopie hundertmal vorzieht.

Tom wurde gerade von seiner Freundin verlassen — die er aber eigentlich nie wirklich geliebt hatte. Er war einfach zu bequem, sich einzugestehen, dass diese Frau nicht zu ihm passt. Seine vier Freunde aus Kindheitszeiten sind auch heute noch seine engsten Kameraden, mit denen er allabendlich bei einer Flasche Bier über das Leben, Musik und den Rest philosophiert. Diese Freunde sind typisch TV-Serie vollkommen unterschiedliche Charaktere. Der schwarze Lebe-Mann und Casanova Shooter Copper (Larenz Tate), der verheiratete und bodenständige Mike Freed (Jason Priestley) und der sportliche-flippige Draufgänger Jake (Christopher Wiehl). Dazu hat Tom dann noch seine langjähige “female friend … just a friend … not more” Brandy ‘Bran’ (Judy Greer), obwohl dem Zuschauer von Anfang klar ist, dass da doch “more” ist.

Love MonkeyDie Serie beschreibt nun den Weg Toms vom Mitarbeiter eines großen Poplabels hin zum Angestellten in einem kleinen Indie-Label, seine neue Liebe (Ivana Milicevic), seinen Alltag und in den C-Stories das jeweilige “Problem of the week” seiner vier Freunde.

Im Mittelpunkt steht aber klar Tom. Zahlreiche Voice-Overs unterstützen den Gesamteindruck einer sehr dialoglastigen Serie und zeugen von dem gedruckten Ursprung des Serienkonzepts. Der Pilotepisode gelingt es, alle Register zu ziehen. Komisch, tragisch, ernsthaft, amüsant, romantisch, peinlich – Der Pilot ist ein sauberes Gesamtwerk. Doch es hakt in den Details: In vielen Aspekten ist die Show, deren Hauptcharkter doch eigentlich so vermeintlich anti-mainstream sein will, dann doch sehr konform zu gängigen Drama-Klischees. Viele Szenen sind zu theatralisch und idealistisch-schönfärberisch (wenn der neuentdeckte “John Meyer”-Verschnitt plötzlich zur Klampfe greift und die ach so wunderschön passende vermeintlich herzerreissende Ballade intoniert) oder zu plump (seine Angebetete arbeitet prompt in seiner neuen Arbeitsstätte und teilt seine Musikvorlieben bis auf den i-Punkt). Tom ist fast schon das Stereotyp des idealistischen Musikliebhabers, dem eigentlich nur noch die berühmten “Top Five” Listen fehlen, um die “High Fidelity” Kopie noch offensichtlicher zu machen.

Zudem lässt einen der Eindruck nicht los, dass da auch “mit Gewalt” eine ganze Co-Merchandise Aktion losgetreten werden soll. Die von CBS für die Darstellung der musikalischen Performer verpflichteten unbekannten Jungstars sind nur allzu mainstream-kompatible Beauties, die man wohl unter dem Motto “from the hit TV-Show Love Monkey” crosspromoten will. Die passende Website zum virtuellen Plattenlabel existiert auch schon und der Hauptcharakter hat sogar schon einen MySpace Account.

Love Monkey Gottseidank sind diese Szenen in der Minderheit. Schon die ersten fünf Minuten der Show überzeugen auf Anhieb. Sie zeichnen auf humorige Weise ein allzu-bekanntes Bild des durchschnittlichen Allerweltstypen. Dazu gibt es viele gelungene Außenaufnahmen in New York — und nicht nur in der Pilotepisode. Die Show lebt geradezu davon, dass ein Großteil der Szenen auf den Strassen der Metropole gedreht werden, es gibt der Serie gleich einen viel authentischeren Charakter. Ein Zeichen dafür, dass sich CBS diese Show einiges kosten lässt, sind auch die Mini-Gastauftritte von “echten” Stars, die zwar in einer Serie um ein Plattenlabel unverzichtbar sind, aber dann doch leider wie erwartet recht hölzern und fast unfreiwillig komisch wirken.

Fazit: An die legendäre ABC Serie “Thirtysomething” aus den späten 80ern kommt diese Show deutlich nicht ran. Dazu ist sie teilweise zu locker-leicht-seicht und krampfhaft hipp. Aber dennoch zeichnet “Love Monkey” in vielen Aspekten ein sympathisches Bild der aktuellen “thirtysomething”-Generation und bemüht sich zumindest ernsthaft, echte Charaktere zu porträtieren. Dass der Spagat zwischen realitätsnahem Drama und Appeal auch für jüngere Zuschauer nicht gelingt und die Show es teilweise zu aufdringlich und klischeeverliebt versucht, sich als “High Fidelity 2006″ in die Kultschiene zu zwängen, ist angesichts des Gesamtresultats noch akzeptabel. Realistischerweise glaube ich aber nicht, dass es die Show in die fall season schafft. CBS ist andere Einschaltquoten gewöhnt (5.2/9, #8; adults 18-49: 3.1, #T7 für die zweite Episode).

CBS hat 12 Episoden geordert. Produziert (und entwickelt) wird die Show von Michael Rauch, der bisher durch die Serie “Beautiful People” bekannt ist.

Nächste Woche tritt Aimee Mann in einer Gastrolle auf — das alleine wäre schon ein Grund für mich, die Show anzusehen…

Wechselt Scrubs zu ABC?

Mittwoch, 25. Januar, 2006

Traditionell publiziert der Hollywood Reporter jeweils ein Feature zu Serien, sobald sie den Sprung über die magische 100-Episoden-Grenze geschafft haben. Diese Woche ist “Scrubs” dran. Neben einem üblichen Resumee der letzten fünf Jahre gibt es auch einen Ausblick auf die noch sehr ungewisse Zukunft der Show. Ein Absatz aus einem Interview mit Show Creator Bill Lawrence dürfte aber für Aufsehen sorgen:

There is strong talk that “Scrubs” could be heading to ABC after this season, which would only make sense given that it’s a Touchstone TV production and therefore an ABC cousin under the Walt Disney Co. umbrella.

“I wouldn’t be surprised if we wound up there,” Lawrence says. “The president of entertainment at ABC, Steve McPherson, basically developed our show when he was running Touchstone. I’m confident we’ll come back for a sixth year, but let’s face it: We’re a hindrance to NBC because it isn’t a profit participant like ABC would be. We’re a dinosaur-to-be on one network and completely owned by another. That’s why it’s so shocking we’ve survived to this point, depending as we are on the good will of a network that has so little to gain with us. I mean, I wouldn’t put us in a plum time slot, either.”

Ehrlichgesagt — ich glaube nicht, dass “Scrubs” wirklich von NBC zu ABC wechseln könnte. Zwar verstärken sich die Anzeichen, dass ABC bei “Arrested Development” einen Rückzieher machen wird, aber dass ABC jetzt zum Resteverwerter anderer Networks mutiert, halte ich für unwahrscheinlich. Diese Rolle hätte NBC viel nötiger — dem Network geht es so schlecht, dass es sich auch nicht leisten könnte, selbst eine Show mit nur mittelmäßigen Quoten wie “Scrubs” ziehen zu lassen. Aber dieses Business ist unkalkulierbar … einen Zusammenschluss von UPN und WB hätte ich vor 24 Stunden auch noch für einen verfrühten Aprilscherz gehalten.

WB und UPN fusionieren zum CW Network

Dienstag, 24. Januar, 2006

Das dürfte wohl die Überraschung des Monats sein: Laut Hollywood Reporter wollen theWB und UPN in wenigen Stunden den Zusammenschluss ihrer beider TV Sender unter einem Dach bekanntgeben. Der TV Arm von Time Warner / Tribune (kurz: “theWB”) und das CBS-Tochterunternehmen UPN sollen ihre Aktivitäten bündeln und somit wieder zu den großen vier Networks ABC, NBC, CBS und FOX aufschließen. Dies bedeutet auch, dass das Programm der beiden Sender zusammengelegt wird. Chefin des neuen Senders wird die bisherige UPN-Programmchefin Dawn Ostroff. WB Network Chairman Chef Garth Ancier und WB Entertainment President David Janollari sollen dafür angeblich ihre Posten aufgeben. Die technische Abwicklung des Programms wird Tribune übernehmen und damit wohl weitesgehend die lokalen TV-Kooperationen des bisherigen WB weiterführen.

UPN und vor allem WB hatten in den letzten Jahren zunehmende Quotenprobleme. Nachdem WB sich mit Hits wie “Felicity”, “Dawson’s Creek” und “Buffy” als Teenage-Kult-Sender Ende der 90er positioniert hatte, konnte es nicht im neuen Jahrtausend mit neuen Produktionen diesen Erfolgstrend fortsetzen. Das aktuelle Serienprogramm gilt als überaltet und ich hatte ja schon öfters angemerkt, dass man im Grunde das ganze Programm des Networks absetzen könnte, wenn nicht bald neue frische Shows kommen. Auch UPN hatte zwar immer mal wieder kleine Achtungserfolge, aber auch hier war langfristig kein größerer Erfolg zu erwarten.

Diese Nachricht dürfte nun für einiges an Aufsehen sorgen und gespannt werden wir auf die Details des Zusammenschlusses schauen. Vor allem: ab wann wird das Programm zusammengeführt? Wird man auf das etablierte Markenzeichen “the WB” verzichten wollen? (Der Frosch ist ja schon seit einigen Monaten Geschichte).

Update: Mittlerweile ist bekannt, dass das neue Network “CW Network” heissen und bereits im Herbst dieses Jahres Realität werden soll. Unter anderem werden als Hits des neuen Networks “Gilmore Girls” und “Everybody Hates Chris” genannt. Hoffen wir mal das beste für “Veronica Mars”….

Das neue Network wird ein Join-Ventue zwischen Warner Brothers Entertainment und CBS darstellen, beide besitzen jeweils 50% der Anteile. Mit den lokalen Affiliates wurde ein 10 Jahres Vertrag geschlossen. WB und UPN sollen ihren Sendebetrieb im September 2006 einstellen zugunsten des neuen CW Networks.

Und noch ein Update: Es wird das Sendezeitenschema des WB übernommen, also 13 Stunden exklusive Prime Time Programmierung verteilt über 6 Nächte sowie Late-Prime-Time Programm und ein Samstag-Vormittags Kinderprogramm (derzeit bekannt als Kids’ WB), insgesamt also etwa 30 Stunden Programm pro Woche. Und hier eine Liste der “Highlights” des Programms des neuen Networks (was keine Garantie für ein Pick-Up der Serien ist, aber schon ganz positiv stimmen sollte):

“America’s Next Top Model” and The WB’s “Beauty and the Geek,” to hit dramas like The WB’s “Smallville,” “Gilmore Girls,” “Supernatural,” and UPN’s “Veronica Mars” as well as UPN’s hit comedies “Everybody Hates Chris” and “Girlfriends” and The WB’s hit comedy “Reba.” In addition the WWE’s “Smackdown,” which has been a mainstay at UPN, is expected to play a role in the schedule.

Pressreleases: Tribune Company, CBS

“The West Wing” endet nach 7 Jahren

Sonntag, 22. Januar, 2006

NBC hat heute offiziell mitgeteilt, dass “The West Wing” nach der aktuellen siebten Staffel eingestellt wird. Die Entscheidung war weitesgehend erwartet worden, da das Drama um die fiktiven Ereignisse im Weissen Haus in den den letzten Jahren quoten- und qualitätsmäßig dahinschwächelte. Nach dem Abgang von Creator Aaron Sorkin nach der vierten Staffel verlor die vielfach ausgezeichnete Serie drastisch an Ansehen bei Kritikern und Zuschauern. Erst im Verlauf der sechsten Staffel gelang es den Machern wieder etwas verlorenes Terrain gutzumachen. In die Schlagzeilen geriet die Serie zuletzt, als der Darsteller einer der zentralen Figuren in der Serie, John Spencer, überraschend an einem Herzinfarkt vor wenigen Wochen starb.

Das Serienfinale soll laut NBC am 14. Mai ausgestrahlt werden, den Schlußpunkt der Serie soll die Entscheidung um den Nachfolger des fiktiven Präsidenten Bartlet setzen. Entgegen früherer Hoffnungen werden die ehemaligen Produzenten Aaron Sorkin und Thomas Schlamme nicht an der Entstehung des Serienfinales beteiligt sein.

Gleichzeitig gab NBC weitere kurzfristige Änderungen an ihrem Midseason-Programm bekannt. Das von Dick Wolf produzierte Krimidrama “Conviction” um junge Anwälte (joh, das Genre “Legal Drama” ist nicht totzukriegen) wird nach den olympischen Spielen in das Freitagsprogramm aufgenommen. Gleichzeitig wird die seit vielen Jahren laufende Krimiserie “Law & Order” (ebenfalls von Dick Wolf produziert) auf 21 Uhr am Mittwoch vorgezogen und läuft damit genau gegen den Blockbuster “Lost”. Damit wird die Luft am Mittwoch Abend immer dünner. “Las Vegas” und “The Apprentice” werden ebenfalls ab März neue Sendeplätze erhalten.

Ob der “Friends”-Spin-Off Flop “Joey” jemals noch mal auf den Bildschirm zurückkehrt, erscheint auch nach der Press Tour noch unwahrscheinlicher. Die Serie hat zwar noch 12 fertiggestellte Episoden auf Lager, aber NBC will derzeit für die schwache Sitcom keinen Platz im Programm machen. Im Mai wird sich auf den Upfronts dann spätestens klären, ob die “Friends”-Ära endgültig beendet ist.

Update: My Name Is Earl und The Office wurden beide für eine komplette zweite Staffel verlängert. “The Office” wird dennoch dieses Jahr noch eine verkürzte Staffel produzieren und schon Ende März vom Bildschirm verschwinden, um Steve Carell die Gelegenheit zum Dreh eines Spielfilms zu geben. Dass “Will & Grace” ebenfalls wie “West Wing” im Mai eingestellt wird war ja schon seit letztem Jahr vermutet worden. Neben “Conviction” werden auch noch das Drama “Heist” und die Comedy “Teachers” vorzeitig in der Midseason gestartet.

Details zu den “Arrested” Angeboten

Freitag, 20. Januar, 2006

TVWeek will genauere Informationen zu den Angeboten von ABC respektive Showtime für eine Übernahme von “Arrested Development” in Erfahrung gebracht haben:

Demnach habe ABC den Studios Imagine Entertainment und 20th Century Fox Television eine 13-Episoden-Order in Aussicht gestellt. Showtime hingegen habe sogar den Kauf von zwei kompletten Staffeln angeboten, also vermutlich 26 Episoden (Showtime Serien umfassen selten mehr als 13 Episoden pro Staffel). TVWeek gibt weiterhin an, dass die Show zwar offiziell nicht durch FOX abgesetzt sei, aber alleine bereits durch das “Cut-Back” der Episodenbestellung von 22 auf 13 Episoden sei es den Produzenten der Show dank einer Regelung in den Verträgen jetzt schon möglich, die Show anderen Networks zum Kauf anzubieten.

In related news: Michael Cera und Alia Shawkat (George Michael und Maeby) werden als Gaststars in der Episode #2.16 von “Veronica Mars” zu sehen sein. Natürlich nicht als “Arrested”-Charaktere, sondern sie spielen zwei College-Freshmen. Autor Rob Thomas, ein Fan von “Arrested Development”, bot den beiden auch schon größere Rollen an für den Fall, dass “Arrested” doch eingestellt werden sollte.

Auch ProSieben kauft bei TMG

Donnerstag, 19. Januar, 2006

supernaturalNachdem die RTL Gruppe letzte Woche einige Warner Brothers Serien über den Rechtehändler Kloiber / Tele München Gruppe (TMG) eingekauft hatte, ist nun ProSiebenSat1 dran. In einer Presseerklärung gaben sie den Kauf der Rechte an den SciFi Produktionen “Invasion” und “Supernatural” sowie neuer Staffeln von “King of Queens” bekannt. “Invasion” handelt von einer Alien-Invasion in einer Kleinstadt während eines Hurrikans und läuft derzeit auf ABC, “Supernatural” ist die neue Teen/Twen-Grusel-Mystery Soap auf dem WB.

Wie üblich wird das in der PR etwas höher gehängt als es wert ist:

Die Vereinbarung umfasst darüber hinaus mit “Invasion” und “Supernatural” zwei der erfolgreichsten neuen US-Serien der laufenden Saison sowie neue Staffeln der Comedy-Serie “King of Queens”.

“Zwei der erfolgreichsten neuen US-Serien“. Hm, ich habe die Quoten von “Invasion” nicht sonderlich aufmerksam verfolgt — aber dümpelt das nicht mehr oder weniger in Richtung Absetzung dahin? Und “Supernatural” … ja, für theWB ist es wohl ein (relativer) Erfolg.

Wann die beiden Serien laufen werden, ist noch nicht bekannt, aber man kann wohl damit rechnen, dass man versuchen wird, beide Serien zunächst bei Pro7 in der PrimeTime zu platzieren.

Neben den Serienrechten kaufte die ProSieben-Gruppe auch noch unter anderem die Spielfilm-Rechte an der “Harry Potter” Reihe und “Ocean’s Twelve” ein.

ABC: Emily, Jake und Hope machen Pause

Mittwoch, 18. Januar, 2006

Ja, okay, mit dem Verkürzen von Serientiteln treibe ich es langsam etwas zu weit. Aber solange es passt… ;-)

ABC hat laut Variety angekündigt, auch in den nächsten beiden Wochen keine Episoden von “Jake in Progress” und “Emily’s Reasons Why Not” zu zeigen. Während “Emily’s Reasons Why Not” bereits offiziell die Produktion nach sechs Episoden (eine ausgestrahlt) eingestellt hat, hofft man bei “Jake in Progress” derzeit noch auf eine Rückkehr auf den Bildschirm. Aber auch da sieht’s nicht rosig aus. Ob die beiden Serien überhaupt noch mal ausgestrahlt werden, hat ABC noch nicht klargestellt. Dunkle Wolken ziehen auch bei der ABC Comedy-Serie “Hope & Faith” auf. ABC hat die Serie für die kompletten Februar-Sweeps aus dem Programm geworfen um Platz für den Überraschungshit “Dancing With the Stars” zu schaffen.

FOX: 70s show, Malcolm und Arrested vor dem Aus

Mittwoch, 18. Januar, 2006

Eigentlich war es ja schon vorher bekannt: FOX beendet seine langjährigen Comedies “That 70s show” und “Malcom in the Middle” nach der aktuellen Staffel im Mai 2006. Dies gab FOX Chef Peter Liguori auf der TCA Presstour bekannt. Für das Serienfinale von “That ’70s Show” am 18. Mai bemühe man sich derzeit, die ehemaligen Hauptdarsteller Ashton Kutcher und Topher Grace für einen Gastauftritt zu verpflichten. “Malcolm in the Middle” wird nach sieben Staffeln am 14. Mai das Serienfinale zeigen.

Auch zur Zukunft von “Arrested Development” hat sich Liguori geäußert:

“It’s highly unlikely the show is coming back, but no definitive final answer has been made on that. It’s regrettable we couldn’t find an audience that the show deserves. It is a studio property, and there is interest at other networks. It’s the studio’s right and (the executive producer’s) right to put that up to bid.
From a numbers standpoint, if Showtime were able to migrate the numbers ‘Arrested’ gets on Fox to Showtime, that would be by far its No. 1 show.”

Es sieht also wirklich recht gut aus für einen Wechsel der Show zu ABC oder Showtime.

And Thanks to Steve Carell’s Wife Too

Dienstag, 17. Januar, 2006

Eigentlich kritzele ich bei Award-Shows ja immer ein paar Notizen auf einen Zettel, damit ich für die anschliessenden Blogeinträge noch weiss, was erwähnenswert war. Bei den gestrigen Golden Globe Awards 2006 ist der Zettel jedoch recht leer geblieben. Wer meine Handschrift entziffern kann, der würde nur folgende Buchstaben darauf lesen können: MLP!!!!!

Damit gemeint ist natürlich Mary-Louise Parker für “Weeds”, die den versammelten “Housewives” den Award für “Best Actress in a Comedy Series” wegschnappte und damit dem Namen der “Comedy”-Kategorie wenigstens etwas gerecht wurde (wenngleich “Weeds” ja eigentlich auch schon zumindest eine sehr schwarze Comedy/Dramedy ist). Es war wohl ein klassischer Fall von “Wenn vier sich streiten, freut sich die fünfte”, aber dennoch eine verdiente positive Überraschung für MLP und die bislang etwas wenig beachtete Showtime-Produktion. Und in der “Best Television Show – Comedy” Kategorie hatten die “Housewives” dann ja wie erwartet gegenüber “Weeds” die Nase vorn.

Anonsten eine nette Show, “same procedure as every year” — hier und da ein paar kleinere Überraschungen (“Brokeback Mountain” hatten nicht viele auf der Rechnung) und ein paar Enttäuschungen (Geena Davis … best actress drama series … naja, schade um Patricia Arquette). Dazu wie üblich einige langweilige Dankesreden, aber auch viele unterhaltsame Ansprachen — das reichliche Alkohol-Angebot bei den Globes zahlt sich irgendwie jedes Jahr wieder aus :)

Schon seit den Nominierungen war klar, dass dieses Jahr vor allem kleine und Independent Produktionen im Mittelpunkt der Spielfilm-Kategorien stehen. Solch eine akute Abwesenheit von großen Hollywood-Blockbuster Produktionen erlebte man selten bei Preisverleihungen in den vergangenen Jahren. Die Stimmung ist dieses Jahr wieder eher ernst, selbst in der “Comedy” Kategorie überwiegen die eher ernsteren Musicals. Gespannt bin ich vor allem auf die Johnny Cash Biographie “Walk the Line”. Schade jedoch, dass Steve Martins “Shopgirl” nicht nominiert war.

ProSieben hat mittlerweile auch den Dreh bei den Live-Übertragungen ‘raus und verwöhnte sogar mit aktuellen Kinotrailern von nominierten Spielfilmen. Schön, dass sie nicht nur wie sonst ihr Eigenprogramm endlos promoten. Die Sex-Hotlines-Werbung ist um diese Zeit aber wohl immer noch unvermeidbar.

Die komplette Gewinnerliste gibt’s auf der offiziellen HFPA-Website: http://www.hfpa.org/nominations/index.html

Erinnerung: Golden Globes

Sonntag, 15. Januar, 2006

Da ich beinahe vergessen hätte, einen Timer für meinen VDR zu programmieren:

Pro7, Nacht von Montag auf Dienstag, 16.01./17.01., 02:00 – 05:10 Uhr
Golden Globe Awards 2006 – Live aus L.A.

Bin mal gespannt, ob wir dieses Jahr auch wieder so nette Pausen-Feeds zugespielt bekommen … ;-)

Frak!

Sonntag, 15. Januar, 2006

frackblack.jpgDanke, “Galactica”. Nun hat sich “Frak!” als vermeintliches Anti-Schimpfwort aus der SciFi Serie doch tatsächlich in meinen Wordschatz gemogelt. Das beweist mal wieder: Man muss es nur oft genug hören und schon geht geht es in Fleisch und Blut über. Über die genaue Rechtschreibung des Kunstworts gibt es aber wohl noch unterschiedliche Einschätzungen. “Frak/Frakking/Frak You” liegt beim Google Death Match leicht vor “Frack/Fracking/Frack You”, dafür gibt es aber für “Frack!” sogar T-Shirts.

Die Hüter der “sauberen Sprache” beim US TV beissen sich derweil an der Wortkreation die Zähne aus. Ist das nun ein Fluchwort, das überpiept werden müsste oder nicht? Sicherlich werden sich “The Powers That Be” aber demächst eine Regelung ausdenken, mit dem dann auch “Frak” und andere willkürliche Wortschöpfungen vor der Ausstrahlung zensiert werden müssen. “Frak” ist übrigens keine Erfindung der “neuen” Galactica Serie. Auch schon in der Ur-Serie aus den 1970ern war “Frak” ein Schimpfwort, wenn auch deutlich seltener im Gebrauch.

BTW: Brilliante Episode diese Woche. Mal wieder. Best thing since Babylon 5.

Apropos Babylon 5: Series Creator J. Michael Straczynski hat Ende 2005 damit begonnen, die Shooting Scripts aller seiner 92 “Babylon 5″ Episoden komplett mit Anmerkungen etc über die Website http://www.babylon5scripts.com/ zu verkaufen. Leider gibt’s die Werke nur in einer Limited Edition in 15 Bänden à 450 Seiten. Ein Band schlägt mit US$ 39 zu Buche (plus $7 internationaler Versand). Schade, dass es das nicht auch als PDF gibt — der Preis ist mir einfach zu hoch für ein 6.000 Seiten umfassendes Regalmonster.

1984 Remake?

Samstag, 14. Januar, 2006

Das Entertainment Magazin “Empire” meldet, dass möglicherweise ein Remake des SciFi/Dystopie-Klassikers “1984″ in der Planung ist. Die Buchvorlage von George Orwell aus den späten 1940ern ist wohl heutzutage so aktuell wie nie zuvor. Vor allem die Person, die als Regisseur durch das Magazin “Empire” ins Spiel gebracht wird, verspricht einen kontroversen Film: Tim Robbins. Er nimmt bei seinen Meinungsäußerungen zur aktuellen Bush-Regierung und dessen Initiativen zur Bürgerüberwachung unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung ja selten ein Blatt vor den Mund. Auch wenn einige sagen, dass die letzte Verfilmung aus dem Jahre 1984 von Michael Radford eigentlich kein Remake benötigt, so bin ich der Meinung, dass eine aktualisierte Herangehensweise an die Orwellsche Vision ein interessantes und lohnenswertes Unterfangen wäre. Dass das nicht in einem typischen Hollywood-Blockbuster Action-Streifen mit einem SciFi-Special Effects Gewitter endet, dafür wird Tim Robbins sicherlich schon sorgen. Dem Mann geht es vor allem um eine Message. Aber in einer Zeit, in der ein Großteil der Bevölkerung beim Stichwort “Big Brother” in erster Linie an Zlatko & Co. denken, wäre es nicht verkehrt, das Thema mal wieder zurück auf die Leinwände zu bringen.

BrilliantButCancelled.com

Freitag, 13. Januar, 2006

Auf der TelevisionCriticsPressTour hat das TV-Network “Bravo” für 2006 den Start eines Internet-Angebots speziell für zu früh abgesetzte TV-Serien angekündigt. Unter dem Titel “Brilliant But Cancelled” zeigte das Schwesternetwork Trio! bereits in den vergangenen Jahren diverse Serien wie “Profit”, “EZ Streets” und mehrere Specials die sich mit zu früh abgesetzten Serien beschäftigten. Das neue Internet-Breitband Angebot soll unter anderem die NBC Comedy Serie “The Jake Effect” mit Jason Bateman beinhalten — eine “Serie”, die noch vor ihrer Ausstrahlung abgesetzt wurde.

Klasse Idee sowas, finde ich. Es gibt da draußen so viele “unaired” Pilot Episoden, die ich gerne mal sehen würde. Aber wie üblich dürfte das für europäische Nutzer wieder mal unerreichbar bleiben…

RTL auf Einkaufstour bei TMG

Freitag, 13. Januar, 2006

Die RTL Gruppe hat am Mittwoch bei der Tele München Gruppe (TMG) drei Serien aus deren Warner Brothers Paket erworben.

Tele München Chef Kloiber hatte im März 2004 einen Output-Deal mit Warner abgeschlossen, unter anderem befanden sich darin neben allen Warner Serienproduktionen auch Spielfilm-Hits wie die “Herr der Ringe” Trilogie. RTL ging es in dem nun bekanntgegeben Deal natürlich primär um ein paar dieser Spielfilme, aber quasi nebenbei hat man sich auch mindestens drei Serien aus dem Warner Brothers Fundus ausgesucht.

Zur Erinnerung: Mit Warner Brothers ist in diesem Zusammenhang nicht der US TV-”Sender” “theWB” gemeint. Warner Brothers ist in diesem Falle das Produktionsstudio, das unabhängig Filme und Serien für diverse Networks produziert, unter anderem eben auch für den Schwesterkonzern “theWB”.

Laut Pressemitteilung hat RTL die Serien ‘The Closer’, ‘Close to Home’ sowie ‘The War at Home’ lizensiert. Klingen vom Titel alle irgendwie gleich, sind aber unterschiedlich wie Tag und Nacht. “The Closer”, ein mittelprächtig spannendes Krimi-Drama mit Kyra Sedgwick als ehrgeizige Kriminalbeamtin, läuft seit Juni 2005 auf dem Mini-Network TNT und war eine der ersten originalen Dramaserien auf dem kleinen Cable-Network. Der Wirbel um die Show hat sich aber recht schnell gelegt. 13 Episoden wurden im Spätsommer 2005 ausgestrahlt, die zweite Staffel wird für Sommer ‘06 erwartet.

“Close to Home” ist wiederum ein Gerichtsdrama das derzeit in der ersten Staffel auf CBS ausgestrahlt wird. Im Mittelpunkt steht eine junge Anwältin und Mutter (Jennifer Finnigan), die sich mit Kriminalfällen in einer ganz normalen Vorstadt beschäftigt. Nach all den Krimiserien, die in Großstädten spielen, geht es hier also nun um die dunkle Wahrheit hinter den Fassaden der scheinbar so normalen Vorstädte in Amerika. Produziert von Jerry Bruckheimer fällt dieses Drama mittlerweile in die Kategorie “just another legal drama”, das erst durch einen Sendeplatztausch mit dem SciFi Drama “Threshold” in den Quoten zulegen konnte. Ob es eine zweite Staffel im Herbst 2006 geben wird, steht noch in den Sternen. Entweder ‘was für VOX oder die Krimi-Schiene auf RTL (Monk, CSI etc).

“The War at Home” ist der Titel einer schwachen Family-Sitcom auf FOX um ein junges Elternpaar und deren Stress mit dem Nachwuchs. Ein Kandidat für RTL2 oder das RTL Nachtprogramm.

Wann die Serien in Deutschland gezeigt werden, ist noch nicht bekannt.

Monk ermittelt noch bis 2008

Freitag, 13. Januar, 2006

MonkUSA Network und deren Muttergesellschaft NBC Universal (NBCU) haben heute bekanntgegeben, dass die Krimi Serie “Monk” mit Tony Shalhoub als Ermittler mit Zwangsneurosen um zwei weitere Staffeln verlängert wird. Die von NBC Universal produzierte Serie wird damit bis 2008 auf insgesamt sechs Staffeln bzw. 93 Episoden kommen. Die Staffeln, die 2006/2007 und 2007/08 laufen sollen, werden jeweils wie gewohnt 16 Episoden beinhalten.

Gleichzeitig hat “USA Network” auch die so genannten “Back-End Strip Rights” von NBC Universal erworben. Mit diesem Begriff werden in der Regel die Rechte für eine (werk-)tägliche Ausstrahlung der Wiederholungen einer Serie nach der Einstellung der Produktion bezeichnet. Aus der Tatsache, dass diese “back-end” Rechte spezifisch bereits für 2008 ausgehandelt wurden, lässt sich ableiten, dass wohl nicht mit einer siebten Staffel 2009 zu rechnen ist. 93 Episoden sind für eine Cable-Serie bereits auch schon eine stolze Zahl, dennoch ist es recht ungewöhnlich, dass ein Cable-Network die “Strip” Rechte an einer Show erwirbt, die sie bereits im “original run” ausstrahlte. Üblicherweise wird versucht, die Serie dann in Syndication an ein anderes Network zu verkaufen – bei 93 Episoden sicherlich problemlos möglich. Offensichtlich ist man bei NBCU aber damit zufrieden, dass die Show in der Senderfamilie gehalten wird.

“Monk” befindet sich derzeit in den USA in der zweiten Hälfte der vierten Staffel (USA Network splittet ähnlich wie SciFi die Staffeln ihrer Show in eine Spätsommer- und eine Frühjahr-Subseason). RTL zeigt derzeit Wiederholungen der zweiten Staffel dienstags um 22:15 Uhr. Die Serie hatte nach dem Abgang von “Sharona” (Bitty Schram) eine kurze kreative Trockenperiode zu durchstehen, ist aber spätestens seit dem Beginn der vierten Staffel wieder “on track”.

Sascha’s Reason Why Not

Mittwoch, 11. Januar, 2006

#1: If a show sucks so badly that it actually hurts to look at it then it’s time to kick some executive producer’s ass.

ABC hatte ja in der vergangenen Season einige Vollteffer mit der Strategie “wir fördern das Ungewöhnliche” gelandet. “Lost” war ungewöhnlich spooky, “Housewives” ungewöhnlich schwarzer Humor. Im Grunde macht ABC dort nahtlos weiter mit “Emily’s Reasons Why Not”: Die Serie ist ungewöhnlich schlecht.

“Emily” ist eine frappierend offensichtliche “Ally McBeal” Kopie, inklusive Beziehungschaos, “schrägen” Charakteren (im Falle von “Emily” allerdings aus dem 08/15 Handbuch für typische Sitcom-Rollen) und asiatischer “bitch” Gegenspielerin (bei “Emily” porträtiert durch die Gewinnerin des Lucy Liu Lookalike Contests Hintertupfingen Ost) . Nur scheitert die Show kläglich bei dem Versuch, so etwas wie Humor auf den Bildschirm zu bringen. Man behilft sich mit einem lieblos zusammengestückelten Drehbuch, oberflächlich gestreiften und im Endeffekt nur höchst nervigen Charakteren. Der Hauptaufhänger der Show, die ständig präsenten Gründe, warum Emily das eine oder das andere eigentlich nicht tun sollte, gerät zu einem fürchterlichen lahmen und verkrampften Rohrkrepierer, der die Episode endgültig ruiniert.

Nun wird recht deutlich, warum ABC so versessen auf “Arrested Development” sein soll. Ein Sender, dessen so genannte Comedy-”Highlights” sich bestenfalls auf “Freddie” und “Hope & Faith” beschränken, dürfte händeringend auf der Suche nach einer guten Show sein; selbst wenn sie nur beim Feuilleton erfolgreich ist.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich dieses Jahr noch eine Comedy in die Nähe des “ich kann nicht glauben, dass es sowas Schlechtes ins TV schafft” aka “Out of Practice”-Tieffliegers vorarbeitet. Aber nach “Hot Properties” ist hier schon Nummer zwei. Naja, da wird sich die RTL2-Marketing Abteilung in ein paar Jahren freuen. Immerhin spielt da Heather Graham mit, da muss das doch der No.1 Comedyhit sein…