Archiv vom Mai 2008


Lost Season 4

Samstag, 31. Mai, 2008

Erinnert sich noch jemand an mein “End of the World”-Posting von Ende 2006? Damals war ich zur Halbzeit der dritten Staffel bereits dermaßen frustriert, dass ich die Show quasi virtuell in die Tonne trat. Und auch aus heutiger Sicht muss ich sagen: Zum Ende der zweiten / Beginn der dritten Staffel war “Lost” kurz vor dem klinischen Tod. Vollkommen orientierungs- und spannungslos dümpelte die Mystery-Serie vor sich hin und schien eigentlich nur noch die Zeit zwischen den fulminanten Season-Finale-Cliffhangern irgendwie totschlagen zu wollen.

Und dann geschah das kleine “Lost”-Wunder. Die Autoren setzten sich angesichts schwindender Zuschauer-Zahlen einen definitiven 4-Jahres-Plan. Mit dem konkreten Endtermin (im Jahre 2010) vor Augen hatten sie plötzlich den kreativen Rahmen, der es ihnen ermöglichte, der Show wieder stramme Zügel anzulegen.

Bereits am Ende der dritten Staffel war die Show fast nicht wiederzuerkennen, aber richtig deutlich wurde der neue Stil erst in der gerade abgelaufenen vierten Staffel. In den vergangenen Jahren war das Season-Finale jeweils der absolute Höhepunkt des Jahres — dieses Jahr jedoch war das dreiteilige Finale schon fast ein Let-Down im Vergleich zu den atemberaubenden Folgen (“The Constant”) im Verlauf der Staffel.

Das Finale betätigte sich vielmehr als Füller von noch ausstehenden Plot-Löchern. Ein Umstand der Flash-Forwards der bisherigen Episoden dieser Staffel war es nunmal, dass die wesentlichen Story-Elemente bereits im Vorfeld bekannt waren und nun nur noch die Punkte verbunden werden mussten. Dabei gab es natürlich die ein oder andere Überraschung (der Mann im Sarg, Desmond & Penny!, Claire in Kates Traum), aber im Grunde waren die großen Storybausteine bereits im Verlauf der Staffel “aufgebraucht” worden. Jedoch muss ich sagen, dass mir dieses Modell recht gut gefallen hat. Lieber die Spannungsbögen gleichmäßiger über alle Episoden verteilt, als gebündelt in das Seasonfinale gestopft.

Da liegt es fast schon auf der Hand, dass die Auflösung aller Rätsel wohl niemals die hohen Erwartungen der “Lost”-Fans erfüllen kann — ähnlich war es jetzt auch im Season-4-Finale. Irgendwie hoffte man dann doch darauf, dass die Macher noch ein ganz fettes Karnickel aus dem Hut ziehen würden, aber der bisherige Storyverlauf hatte da schon recht enge Grenzen gesetzt. Insbesondere aus den ersten beiden Staffeln hat die Serie einiges an “mythologischem” Overhead, der irgendwie in den nächsten Jahren noch in den großen Gesamtzusammenhang eingearbeitet werden müsste (oder man ignoriert gewisse Fuß-Statuen einfach).

Aber das Wichtigste ist wohl, dass man als Zuschauer wieder das Gefühl hat, dass dies alles irgendwo hinführt und dass es wirklich einen größeren Gesamtzusammenhang gibt und die Autoren nicht planlos vor sich hin spinnen. Wenn bei einer Show “der Weg das Ziel” ist, dann muss dieser Weg auch spannend und unterhaltsam sein — und das ist er zur Zeit bei “Lost” sicherlich.

Vor Beginn der fünften Staffel (leider erst Anfang 2009) hat sich “Lost” nun wieder in eine hervorragende Ausgangssituation manövriert, die zahlreiche Möglichkeiten für die restlichen Staffeln offen lässt. Ich bin schon sehr gespannt, wo (und wann) sich die “Losties” zu Beginn der nächsten Staffel wiederfinden. Michael Emerson (“time-traveling bunnies”!) hat sich zudem bereits jetzt einen Emmy mit Sternchen verdient.

Zwar lässt sich natürlich auch nicht ausschließen, dass die Show nächstes Jahr wieder an die Wand gefahren wird, aber zumindest momentan ist für mich das “End of the World” soweit entfernt wie lange nicht mehr.

“Undeclared” ab heute wieder auf ProSieben

Samstag, 31. Mai, 2008

Bernd hat bei den Serienjunkies.de ja schon eine Meldung zur Wiederholung von “Undeclared” auf ProSieben publiziert, daher hier nur ein kurzer Hinweis: Die 17 Episoden der Half-Hour-Comedy laufen ab sofort jeden Samstag gegen 13:35 Uhr unter dem Titel “American Campus”, manchmal gibt’s nachts um 6 Uhr noch eine Wiederholung.

Die College-Serie “Undeclared” stammt von Judd Apatow, der auch für “Freaks & Geeks” mitverantwortlich zeichnete. Die Serie startete nur wenige Tage nach den 9/11-Anschlägen im Jahre 2001 auf FOX und konnte nie erwähnenswerte Quoten einfahren.

Viele der damaligen “Undeclared” (und “Freaks & Geeks”)-Darsteller sind seither auch in anderen Apatow-Produktionen zu sehen gewesen (“The 40 Year Old Virgin”, “Superbad”, “Knocked Up”, “Forgetting Sarah Marshall”) und konnten sich mittlerweile selbst zu Hollywood-Jungstars etablieren (vor allem Allround-Talent Seth Rogen).

Wem die Serie in der deutschen Synchronfassung auch nur halbwegs gefällt, dem seien allerdings unbedingt die US-DVDs empfohlen, die aus dem bekannten Hause Shout!Factory stammen.

“Mad Men”: Season 2 ab 27. Juli

Donnerstag, 29. Mai, 2008

Schon mal dick im Kalender anstreichen: Die zweite Staffel von “Mad Men” startet am 27. Juli auf amc.

Die DVDs der ersten Staffel erscheinen wiederum passend dazu Anfang Juli in den USA — in einer sehenswerten Box, möchte ich mal (basierend auf dem Foto) behaupten. Eine Steelbox wäre natürlich noch schicker.

Bei solchen Meisterwerk-Serien kommt meine momentane BluRay-Ablehnungshaltung ins Wanken. Warum die Show denn nicht gleich in HD kaufen? Dann hätte man eine Investition in die Zukunft und die BluRay-Box kostet zumindest momentan nur schlappe $2 mehr als die Standard-DVD. Aber die Antwort auf diese Frage kann ich mir auch gleich selbst geben: Weil man unter Linux damit noch nicht viel anfangen kann. Grr. Argh.

The West Wing – 1×01-1×05

Mittwoch, 28. Mai, 2008

Wie neulich angedeutet habe ich meine (mittlerweile sogar schon eingestaubten) “West Wing”-DVDs aus dem Regal genommen und will das diesjährige Sommerloch mit einer der besten Drama-Serien der jüngeren Geschichte füllen.

Anders als beim “Buffython” werde ich diesmal aber wohl kaum Postings zu den einzelnen Folgen im Blog oder Forum publizieren — schon nach den ersten fünf Episoden zeichnet sich zu deutlich ab, dass mir eh nichts anderes als endlose Lobeshymnen einfallen würden. Es ist einfach verblüffend, wie perfekt die Serie aus den Startlöchern kam. Schon in der Pilotepisode haben sich eigentlich alle Charaktere bereits “gefunden” — andere Serien brauchen gerne mal eine halbe Staffel, bis sich die Schauspieler (und die verschiedenen Autoren) endlich mit ihren Rollen angefreundet haben und die Show einen “Rhythmus” hat. “The West Wing” hingegen ist vom Start weg eine perfekte Punktlandung mit wohl definierten und facettenreichen Charakteren (und nur einem Autor: Aaron Sorkin). Selbst acht Jahre nach der Premiere fesselt die Serie in allen Aspekten, aber eben vor allem dank der starken Charaktere (und des grandios gewählten Cast). Da macht es auch nicht so viel aus, dass der Show das Alter mittlerweile deutlich anzusehen ist (Die politische “Atmosphäre” der Post-9/11-Welt ist wohl eine andere als das teilweise romantisch-patriotisch-verklärte Sorkinsche Universum).

Erstaunlich ist vor allem, wie man auch als Europäer das “sehr amerikanische” Melodrama akzeptiert, durch das Präsident Bartlett als einer der besten fiktionalen US-Präsidenten porträtiert wird. Aber genau da in diesem Umfeld ist das “Sorkinsche Weltverbessertum” perfekt aufgehoben, sein “Predigt”-Stil passt zu diesem Serienkonzept in unnachahmlicher Weise.

Es fällt allerdings nun in “Retrospektive” auf, dass Sorkin im Grunde in seiner Karriere immer die gleiche Show gemacht hat. Die Grundzüge von “The West Wing” waren zwar schon auf dem Papier fertig bevor Sorkin mit “Sports Night” überhaupt begann. Aber in “Sports Night” perfektionierte er seinen Stil der extrem dialoglastigen und “dicht” geschriebenen, aber keinesfalls langatmigen Charakter-Interaktionen und kombinierte es schließlich bei der Premiere von “The West Wing” mit straffem politischem Drama.

Mit “Studio 60” wollte er dieses Erfolgsrezept im Grunde 1:1 wiederholen. Aber sein Prediger-Stil passte nun so gar nicht in das gewählte Entertainment-Format und er musste damit einfach stranden. Seine Versuche, “Studio 60″ am Ende mit der vermeintlich dramatischen Entführung noch auf “West Wing”-Pfade zu leiten, machten die Sache nur noch schlimmer.

Aber was soll’s, schließlich hat er mit “The West Wing” bereits sein Meisterstück abgeliefert.

Ein ärgerliches Crux sind allerdings die DVDs der ersten Staffeln, die seinerzeit noch “Flipper” waren (sie waren von beiden Seiten bespielt). Gottseidank sind die Dinger mittlerweile von der Industrie aufs Altenteil geschoben worden, denn sie sind wirklich höllisch unpraktisch.

Ich weiß nicht, wann “The West Wing” auf 16:9 wechselte, aber diese erste Staffel ist noch 4:3. Die “FOX Channel”-Zuschauer in Deutschland verpassen also noch nix. Außer natürlich den durchaus hörenswerten Audiokommentaren von Sorkin und Regisseur Schlamme beispielsweise in Episode 1 und 10.

Kurz zu den einzelnen Episoden:

1×01 – “The Pilot”: Nicht unbedingt spektakuläre (im Sinne von “24″-Special Effects), aber dennoch dramatische und packende Vorstellung der Hauptcharaktere sowie der ersten Andeutungen der späteren Season Arcs

1×02 – “Post Hoc, Ergo Propter Hoc”: Mandy wird ins Team aufgenommen während das gespannte Verhältnis zwischen Präsident und Vize-Präsident thematisiert wird. Am Ende wird es etwas arg überdramatisch mit dem Terror-Angriff auf ein Flugzeug.

1×03 – “A Proportional Response”: Die Nachwirkungen des Angriffs demonstrieren, dass der Präsident noch nicht lange im Amt ist und sich die Meriten vor allem bei den Militärs erst noch verdienen muss. Auch hier wieder eine hochdramatische “Gewissensentscheidung” des Präsidenten, die in anderen Shows sicherlich als übertriebene Gefühlsduselei kritisiert worden wäre. Hier passt es aber einfach perfekt zu dieser Darstellung des “White House”.

1×04 – “Five Votes Down”: Die beste Episode soweit. Ein packendes, schnelles Politdrama, das auch erstmals andeutet, dass in Washington auf vielen (auch versteckten) Ebenen gekämpft wird. Kombiniert mit Leos persönlichem Drama (grandiose Performance von John Spencer).

1×05 – “The Crackpots and These Women”: Es ist der “Big Block of Cheese Day” mit UFOs und Wolf-Passagen. Dies ist die erste “Comedy-Episode”. Natürlich nicht nur Comedy, aber hier zeigt Sorkin, wie gut er mit diesen Charakteren bereits jetzt den schmalen Grat zwischen dramatischem Tiefgang (Joshs Auseinandersetzung mit der Get-Out-of-Atomkrieg-Free-Karte) und locker-leichten Spaß-Momenten gehen und sogar innerhalb einer Szene hin- und herwechseln kann. Alle Charaktere sind teilweise wirklich schrecklich ernst und philosophisch-nachdenklich, aber einen Moment später dann auch wieder einfach nur “silly”. Grandioses Beispiel dafür: Allison Janney als “C.J.”.

Save One Show

Dienstag, 27. Mai, 2008

Die Zahl der abgesetzten Serien hält sich in diesem Jahr einigermaßen in Grenzen. Dies ist wohl in erster Linie dem Autorenstreik zu “verdanken” — manche Newcomer-Shows bekamen eine weitere Chance, weil die Networks nicht genügend neues Material für die kommende Staffel in der Hinterhand hatten (bspw “Eli Stone”, “Reaper”). Andere Serien sind einfach nicht totzukriegen, weil beispielsweise Studio und Network der gleichen Konzernfamilie angehören (“According to Jim”).

Das könnte sich allerdings im Herbst und in der Midseason schnell ändern: Die Networks haben keineswegs die Suche nach neuen Serien aufgegeben und praktizieren mittlerweile schon eine Art “year-round pilot season”. Insbesondere ABC und NBC haben angekündigt, in den kommenden Monaten noch einige neue Serienprojekte in Auftrag geben zu wollen. Sofern kein Schauspieler-Streik dazwischen kommt, könnten die Networks pünktlich zur Midseason reichlich neues Material auf Lager haben, das dann zu einer Absetzungs-Welle bei den quotenschwachen Serien führen dürfte.

Aber zurück in die Gegenwart. Eigentlich “vermisse” ich dieses Jahr so gut wie keine der abgesetzten Serien — ein in den vergangenen Jahren recht seltenes Ereignis. Zwar gab es im Vorfeld einige vielversprechende Serienhoffnungen (“Bionic Woman”, “Jezebel James”), aber in den meisten Fällen waren die Absetzungen zumindest aus meiner Sicht angesichts der enttäuschenden Endprodukte gerechtfertigt.

Vielleicht trauere ich noch ein wenig “Journeyman” hinterher, das nach einigen Anlaufschwierigkeiten durchaus seinen Stil gefunden hatte und vielleicht “in the long run” eine spannende Serie geworden wäre. Aber wenn eine Serie im heutigen TV-Umfeld so lange braucht, um “in Schwung” zu kommen, dann läuft nunmal irgendwas schief. Auch das Ende von “Miss/Guided” schmerzte ein wenig, aber eigentlich war das sowieso eine “One-Woman-Show”: Judy Greer spielte tadellos in einer eher mittelprächtigen Comedy. Und sie hat ja inzwischen schon gleich ein neues Projekt gefunden (“Suburban Shootout” für HBO).

Andere Serien, die ich letztes Jahr noch recht sehenswert fand (“Men in Trees”), fielen dieses Jahr wiederum irgendwie komplett aus dem Blickfeld. Und somit bleibt eigentlich nur noch “The Wire”, aber da ich noch nicht viel davon gesehen habe (hoffentlich werden die DVDs mal günstiger), kann ich dazu auch nix sagen.

Lange Vorrede, kurzer Sinn: Wenn ihr nur eine einzige Serie für eine weitere Staffel verlängern könntet, welche wäre es?

Welche Absetzung würdet ihr rückgängig machen?

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The Paper

Samstag, 24. Mai, 2008

Vielleicht sollte mal jemand die Temperatur in der Hölle kontrollieren — ich glaube, die haben dort zur Zeit mit einem gravierenden Vereisungsproblem zu kämpfen. Denn ich werde hier nun tatsächlich — haltet euch fest — eine Reality-Serie loben. Jepp, the end of the world is near.

Die achtteilige Reality-Produktion “The Paper” auf MTV blickt hinter die Kulissen einer Schülerzeitungs-Redaktion an der amerikanischen Cypress Bay High-School in Florida. Mit über 5.500 (!) Schülern ist sie gegenwärtig die größte Schule in den Vereinigten Staaten und dementsprechend viel Material fällt auch für die Schulzeitung an. Die wird — wie an amerikanischen High-Schools üblich — von den Schülern im Rahmen von extracurricular activities unter der Aufsicht eines Lehrers betreut.


Die Serie beginnt mit der Wahl des neuen “Editor-in-Chief” zu Beginn des Schuljahres 2007/08 und bei diesem Konkurrenzkampf stoßen eine Gruppe unterschiedlicher Teenager-Persönlichkeiten aufeinander. Kaum jemand mag beispielsweise Amanda, die ehrgeizige Nachwuchs-Journalistin. Sie muss sich gegen eine Handvoll anderer Aspiranten auf den Job durchsetzen — einige davon hätte sie vor einem Jahr noch als Freunde bezeichnet. Sie muss mitansehen wie Alex, einer ihrer ehemals engsten Freunde die “Lager wechselt” und ihr nur noch die kalte Schulter zeigt. Dies ist nur der Auftakt zu einer Reihe von typischen Teenager-Konflikten, die unter dem Druck eines strammen Zeitung-Terminplans noch verstärkt werden.

“The Paper” ist einfach ein exzellentes Beispiel für eine perfekt inszenierte Reality-Serie — vielleicht die beste Reality-Produktion seit den ersten Staffeln von “The Real World”. Sie komprimiert ein ganzes Schuljahr auf acht Episoden zusammen und manipuliert die Geschehnisse durch geschicktes Editing (bis hin zum peppigen Soundtrack und den oftmals süffisanten Untertitelungen) in abwechslungsreicher Weise, ohne die Protagonisten in DSDS-Freakshow-Stil bloß zu stellen. Auch wenn von allen Personen sicherlich wie in Reality-Serien üblich nur die “extremen” Drama-Momente betont werden, so nimmt die Show trotz ihres hohen Unterhaltungsfaktors ihre Hauptfiguren ernst und versucht sie in einem möglichst guten Licht erscheinen zu lassen und ihre Begeisterung für ihre Tätigkeit in der Zeitungsredaktion zu betonen. Ein besonders schillerndes Beispiel dafür ist Amanda, die es irgendwie fertig bringt, eine bizarre Mischung aus Intro- und Extrovertiertheit plus Snobismus, Hyperaktivität und Ehrgeiz an den Tag zu legen und dabei dennoch auf ihre eigene Weise sympatisch wirkt.

Meine Zeit als Schülerzeitungs-”Chefredakteur” liegt nun wirklich schon viele Jahre zurück (und war wohl auch ein deutlich angenehmeres Erlebnis als Amandas Spießrutenlaufen), aber dennoch ist “The Paper” eine amüsante Reise zurück in die Vergangenheit. Auch wenn wohl die Unterschiede zwischen deutschen und amerikanischen Schulen kaum größer sein könnten (ganz zu schweigen von den Schülern, die heutzutage mit iPhones ‘rumlaufen), so ist ein gewisser “Wiedererkennungswert” an die eigene Schulzeit bei vielen Szenen nicht zu leugnen. Man bekommt vor Augen geführt, wie weit selbst die als “realitätsnah” gelobten Teen-Serien wie “My So-Called Life” noch vom echten stressigen (Schul-)Alltag entfernt sind.

Kurz: Eine Show mit hohem Spaßfaktor — zumindest für den Zuschauer. Die Beteiligten (die übrigens zur Zeit immer noch die Zeitung betreuen und ihren High-School-Abschluss machen) dürften beim Anschauen momentan wohl weniger Freude haben…

Das Doppelfolgen-Finale von “The Paper” läuft am Montag bei MTV USA und bereits ausgestrahlte Episoden sind auf der MTV Homepage abrufbar (auch aus Europa). Für einen tieferen Blick in die zuweilen bizarre Welt amerikanischer High-Schools seien auch die “Web Exclusive”-Clips auf der gleichen Site empfohlen — und natürlich auch ein Blick in die Archive des Cypress Bay Circuit.

NBC Starttermine Herbst 2008

Freitag, 23. Mai, 2008

Montag, 22. September

21:00-23:00 “Heroes” (2-hour season premiere)

Dienstag, 23. September

22:00-23:00 “Law & Order: SVU”

Mittwoch, 24. September

20:00-21:00 “Knight Rider”
22:00-23:00 “Lipstick Jungle”

Donnerstag, 25. September

20:00-21:00 “My Name is Earl” (1-hour season premiere)
21:00-22:00 “The Office” (1-hour season premiere)
22:00-23:00 “ER”

Montag, 29. September

20:00-21:00 “Chuck”
22:00-23:00 “My Own Worst Enemy”

Freitag, 3. Oktober

22:00-23:00 “Life”

Donnerstag, 9. Oktober

21:30-22:00 “Kath & Kim”

Freitag, 17. Oktober

20:00-21:00 “Crusoe”

Donnerstag, 30. Oktober

20:30-21:00 “30 Rock”

Eure Favoriten 07/08: Newcomer

Freitag, 23. Mai, 2008

Dieses Posting soll den Auftakt bilden zu einer Reihe von Abstimmungen über eure Serien-Favoriten der (fast) abgelaufenen Season 2007/08.

Etwas unüblich für Umfragen hier im sablog: Man kann diesmal mehrere Antworten auf einmal ankreuzen. So hat man nicht die Qual der Wahl, nur eine “Nummer 1″ zu krönen.

Wir beginnen mit den neuen Serien. Ich habe auch einige abgesetzte Serien mit in die Liste aufgenommen — eine Abstimmung zu den besten abgesetzten Serien kommt aber auch noch in den nächsten Tagen.

Eure Favoriten der Season 07/08: Newcomer

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Moffat neuer Chef bei “Doctor Who”

Dienstag, 20. Mai, 2008

Wie der Guardian heute berichtet, hat die BBC nun endlich die monatelangen Gerüchte um die Nachfolge von Russell T Davies bestätigt: Steven Moffat (“Coupling”, “Jekyll”) wird der neue Showrunner (aka “lead writer and executive producer”) von “Doctor Who” — allerdings dauert es noch ein wenig, bis er das Zepter endgültig übernehmen wird.

2009 macht der “Doctor” eine Pause, unter anderem um Hauptdarsteller David Tennant Raum für andere Projekte zu geben und wird nur vier Specials produzieren. Erst 2010 kehrt die Show dann wieder in gewohnter Serienform zur fünften Staffel (nach neuer Zählung) zurück auf die Bildschirme.

Moffat ist vor allem deshalb eine exzellente Wahl, weil sein Name im Grunde synonym steht für die besten “Doctor Who”-Episoden der Neuauflage. “The Empty Child”, “The Girl in the Fireplace” und natürlich “Blink!” zählen zu meinen Favoriten der Serie. Dementsprechend groß sind die Erwartungen im Vorfeld seines diesjährigen zweiteiligen “Who”-Gastspiels “Silence in the Library”, das wohl Ende Mai / Anfang Juni ausgestrahlt werden soll (nächste Woche ist eine Pause wegen des Eurovision Song Contest). Zudem hat er mit der Miniserie “Jekyll” im vergangenen Jahr eine sehr sehenswerte Dramaproduktion abgeliefert.

Allerdings hat es die Vergangenheit ja schon öfters gezeigt: Wenn die Erwartungen hoch sind, dann kann auch die Enttäuschung groß ausfallen. Und der “Doctor” hat insbesondere in den letzten Wochen ein paar bedenkliche “Abnutzungserscheinungen” gezeigt, so richtig begeistert hat mich dieses Jahr noch keine Folge. Aber vielleicht kann Moffat da nun wieder neues Leben einhauchen und hat mit James Nesbitt (“Jekyll”) vielleicht schon insgeheim den elften “Doctor”-Darsteller im Gepäck…

“Dead Like Me”-Film erst 2009 auf DVD

Dienstag, 20. Mai, 2008

Was wurde eigentlich aus dem “Dead Like Me”-Spielfilm? Ursprünglich war die Veröffentlichung der lang erwarteten “Dead Like Me”-Fortsetzung schon für Juli 2008 geplant gewesen, aber in den letzten Monaten wurde es verdächtig still um den Film, der von vorneherein nur als Straight-to-DVD-Veröffentlichung geplant war.

Im offiziellen Ellen-Muth-Forum lässt sich nun nachlesen, dass MGM den bereits seit August 2007 abgedrehten Film erst “irgendwann in 2009″ veröffentlichen will — einen genaueren Termin gibt es noch nicht. Prompt tauchen aber stattdessen diverse Gerüchte auf, nach denen MGM finanzielle Probleme hätte und/oder technische (Ton-)Probleme bei der Postproduktion aufgetreten sind. Eine offizielle Bestätigung seitens MGM steht noch aus, aber es ist wohl wirklich davon auszugehen, dass “Dead Like Me”-Fans noch einige Monate warten müssen. Zur Erinnerung: Das Serienfinale von “Dead Like Me” lief im Oktober 2004 auf Showtime.

In der Zwischenzeit muss man sich eben noch mit dem halboffiziellen Teaser-Trailer vertrösten:

Kleine Galactica-Umfrage zwischendurch

Sonntag, 18. Mai, 2008

Wer macht beim Anschauen des "Battlestar Galactica"-Spoiler-Vorspanns auch immer kurz die Augen zu?

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Bei mir ist das mittlerweile schon ein regelrechter Reflex — ich weiß auch gar nicht, ob im Vorspann überhaupt noch Spoiler vorkommen ;-)

“The West Wing” ab Montag in Deutschland

Samstag, 17. Mai, 2008

Am Montag startet der FOX Channel Deutschland als Pay-TV-Spartenkanal unter anderem im arenaSAT-Paket. Im Mittelpunkt: Neue und alte US-Serien, die auf anderen deutschen Kanälen aus welchen Gründen auch immer keine Chance hatten und dies auch noch ohne Werbeunterbrechungen, im Zweikanalton und mit diversen zeitversetzten Wiederholungen unter der Woche. Klingt soweit ganz gut.

Aber natürlich gibt es noch einige “Schönheitsfehler”: Erstens ist es ein PayTV-Kanal — aber ich habe schon immer betont, dass ich gerne bereit bin, für einen Sender zu zahlen, der mir zuverlässig gutes Serienmaterial im Zweikanalton liefert. Zweitens zeigt FOX laut
DWDL die Serien erstmal nur im altbackenen 4:3-Format — geradezu ein unfassbarer Lapsus für einen PayTV-Kanal. Drittens hat er zum Sendestart nur ein kleines Serien-Portfolio parat, aber immerhin durchweg gespickt mit einigen Juwelen (“The West Wing”, “Lost”, “Sopranos”, “The Practice”, “Curb Your Enthusiasm”, gerüchteweise später auch noch “Carnivale”, “Entourage” und “The Wire”). Und schließlich schafft auch er (zumindest soweit bisher bekannt) es nicht, den Abstand zwischen US-Ausstrahlung und Deutschland-Start auf unter sechs Monate zu drücken. Da war PREMIERE schon mal einen Schritt weiter.

Ich hoffe mal, dass FOX Channel dann auch alle Staffeln der angekündigten Serien zeigen wird und nicht plötzlich auf halber Strecke die Pferde wechselt.

DWDL.de hat den Sendeplan der ersten beiden Tage. Ich werde den Sendestart zwar nicht sehen können, aber angesichts meiner bisher noch weitestgehend unbenutzten “West Wing”-DVD-Sammlung spiele ich mit dem Gedanken, zeitgleich einen West-Wing-Marathon anzupacken. Denn welch besseren Zeitraum als im US-Wahljahr gibt es denn, um diese exzellente Drama-Serie endlich mal in einem Rutsch zu sehen? (okay, “in einem Rutsch” umfasst bei mir üblicherweise einen Zeitraum von neun Monaten ;-)

FOX will weniger Werbung zeigen

Freitag, 16. Mai, 2008

Während der Upfronts gab FOX neben den Ankündigungen zu den neuen Serien auch bekannt, dass die einzelnen Episoden der beiden Serien “Fringe” und “Dollhouse” eine deutlich längere Laufzeit als andere Serienepisoden haben werden.

Um die Bindung der Zuschauer an die Serien zu verstärken, will das Network in beiden Serien die Werbezeiten laut Hollywood Reporter auf bis zu fünf Minuten (allerdings plus Eigenwerbung) pro voller Stunde reduzieren. Man erhofft sich offensichtlich, dass die Werbekunden für die wenigen verbliebenen Werbeslots in diesen neuen Shows einen Aufpreis zahlen. Zumindest die ersten Episoden von “Fringe” und “Dollhouse” dürften auf jeden Fall sehr gute Einschaltquoten einfahren, da der “Buzz” um beide Shows viele Zuschauer dazu verleiten wird, zumindest mal in die Pilot-Episoden “reinzuschnuppern”.

Im Umkehrschluss bedeutet das allerdings auch, dass für die einzelnen Episoden mehr Material geschrieben und produziert werden muss, was die Kosten für die Serien erhöhen wird. Aber aus Zuschauersicht ist diese Entwicklung natürlich nur zu begrüßen. Noch Mitte der Neunziger hatten Serienepisoden üblicherweise eine Laufzeit von knapp 50 Minuten, seitdem sind die Werbeanteile stetig gewachsen und aktuelle Serienfolgen kommen oftmals nur auf 42 Minuten Nettolaufzeit. Interessanterweise hat sich gleichzeitig die Akt-Anzahl pro Folge von vier/fünf auf sieben (inklusive Teaser) erhöht. Es ist davon auszugehen, dass die Laufzeit der “Fringe”- und “Dollhouse”-Episoden wohl nun auch wieder die 50-Minuten-Marke erreichen werden. (Allerdings hat FOX noch nicht klar gesagt, ob diese Änderung definitiv für die komplette Staffel gilt).

Andere FOX-Serien werden aber weiterhin die “normale” Länge haben.

Weniger angenehm sind diese Änderungen allerdings wohl für die Lizenznehmer wie beispielsweise internationale Fernsehstationen oder eine spätere eventuelle Ausstrahlung in Syndication. Ob man dort nämlich ebenfalls die Werbezeiten kürzen oder das Programmraster anpassen will, ist mehr als fraglich. Die naheliegende Option ist das Kürzen der “überlangen” Episoden.

Mehr Trailer: “Life on Mars”, “The Mentalist”, “Worst Week” und “Scrubs”

Freitag, 16. Mai, 2008

Life on Mars

Sieht mal einigermaßen vernünftig aus, aber zur britischen Version von “Life on Mars” hätte dieser flotte und saloppe Trailer nicht unbedingt gepasst (die habe ich deutlich ernster in Erinnerung). Aber Colm Meaney ist schon mal ein Pluspunkt für die Show.

The Mentalist

Ohweia, lauter gutaussehende Leute und mittendrin der übersmarte, aber eigensinnige Detektive, der natürlich auf Anhieb den Tatort korrekt analysiert — und zwar mit links. Pures Schema F-Konzept. Läuft aber auf CBS und wird daher ein Hit. Ähnliches gilt wohl auch für “Eleventh Hour”.

Scrubs … now on ABC

Ah, the Magic of Trailers. Dieser kurze Zusammenschnitt macht auf wundersame Weise mehr Lust auf die Show als weite Teile der letzten Staffel.

Worst Week

Zu kurz, um etwas zu dieser Adaption einer britischen Comedy zu sagen.

Ebenfalls zu kurz sind die nichtssagenden Ausschnitte von “The Ex-List” und “Project Gary”.

“Dollhouse” Trailer

Donnerstag, 15. Mai, 2008

http://www.dollverse.com/trailer/ (Update: jetzt neu.)

*lechz*

Januar 2009.

(via Whedonesque)

Upfronts 2008: FOX

Donnerstag, 15. Mai, 2008

Wie üblich bietet FOX gleich mehrere Sendepläne an, für die in der Vergangenheit meist glücklose Herbst/Winter-Saison sowie die “American Idol”-Saison ab Januar. Die Erfahrung aus den Vorjahren zeigt allerdings, dass insbesondere die Upfronts-Pläne von FOX bereits schon einige Wochen später zu weiten Teilen obsolet sind…

Joss Whedons “Dollhouse” hat eine 13-Episoden-Order und wird (nach dem gegenwärtigen Plan) ab Januar 2009 montags um 20 Uhr als Lead-In zur siebten Staffel von “24″ ausgestrahlt. Der bereits im Vorfeld angekündigte “24″-Film wird im November als “Prequel” zur siebten Staffel gezeigt. Besonders gut meint es FOX aber mit J.J.Abrams neuer Show und gibt ihr den Slot hinter “House” (Herbst) bzw. “American Idol” (Frühjahr). Starttermin ist für “Fringe” der 26. August 2008.

FOX PRIMETIME SCHEDULE: FALL 2008

MONDAY

8:00-9:00 PM TERMINATOR: THE SARAH CONNOR CHRONICLES
9:00-10:00 PM PRISON BREAK

TUESDAY

8:00-9:00 PM HOUSE
9:00-10:00 PM FRINGE

WEDNESDAY

8:00-9:00 PM BONES
9:00-9:30 PM ‘TIL DEATH
9:30-10:00 PM DO NOT DISTURB (wt) (aka “The Inn”)

THURSDAY

8:00-9:00 PM THE MOMENT OF TRUTH
9:00-10:00 PM KITCHEN NIGHTMARES

FRIDAY

8:00-9:00 PM ARE YOU SMARTER THAN A 5th GRADER?
9:00-10:00 PM DON’T FORGET THE LYRICS!

SATURDAY

8:00-8:30 PM COPS
8:30-9:00 PM COPS
9:00-10:00 PM AMERICA’S MOST WANTED: AMERICA FIGHTS BACK
11:00 PM-Midnight MADtv
Midnight-12:30 AM TALKSHOW WITH SPIKE FERESTEN

SUNDAY

7:00-8:00 PM THE OT (NFL post-game)
8:00-8:30 PM THE SIMPSONS
8:30-9:00 PM KING OF THE HILL
9:00-9:30 PM FAMILY GUY
9:30-10:00 PM AMERICAN DAD

FOX PRIMETIME SCHEDULE: BEGINNING JANUARY 2009

MONDAY

8:00-9:00 PM DOLLHOUSE
9:00-10:00 PM 24

TUESDAY

8:00-9:00 PM AMERICAN IDOL
9:00-10:00 PM FRINGE

WEDNESDAY

8:00-9:00 PM HOUSE
9:00-9:30 PM AMERICAN IDOL Results Show
9:30-10:00 PM TBA Comedy

THURSDAY

8:00-9:00 PM HELL’S KITCHEN
9:00-10:00 PM SECRET MILLIONAIRE

FRIDAY

8:00-9:00 PM BONES
9:00-9:30 PM ‘TIL DEATH
9:30-10:00 PM DO NOT DISTURB (wt)

SATURDAY

8:00-8:30 PM COPS
8:30-9:00 PM COPS
9:00-10:00 PM AMERICA’S MOST WANTED: AMERICA FIGHTS BACK
11:00 PM-Midnight MADtv
Midnight-12:30 AM TALKSHOW WITH SPIKE FERESTEN

SUNDAY

7:00-7:30 PM COMEDY ENCORES
7:30-8:00 PM COMEDY ENCORES
8:00-8:30 PM THE SIMPSONS
8:30-9:00 PM KING OF THE HILL (January) / SIT DOWN, SHUT UP (wt) (spring)
9:00-9:30 PM FAMILY GUY
9:30-10:00 PM AMERICAN DAD (January) / THE CLEVELAND SHOW (wt) (spring)

Donnie Darko 2

Donnerstag, 15. Mai, 2008

Aus der Reihe “Blöde Ideen, auf die nur ein geldgeiles Medienunternehmen kommen kann” präsentieren wir heute: “S. Darko“, die Fortsetzung des Kult-Films “Donnie Darko”. Angeblich sollen bereits Mitte Mai die Dreharbeiten zu der Quasi-Fortsetzung des Mystery/SciFi/Wasauchimmer-Überraschungserfolgs aus dem Jahre 2001 beginnen.

Der Film soll etwa sieben Jahre nach dem Ende des ersten Films (und dem Tod von Donnie) spielen und im Mittelpunkt steht Donnies kleine Schwester Samantha, die bei einer Reise nach Los Angeles plötzlich mit seltsamen Visionen konfrontiert wird.

Mit einem Budget von knapp $10 Millionen ist der Film eher eine kleine Produktion von ein paar NoNames. Regisseur Chris Fisher hat sich bisher nur durch Filme wie “Rampage: The Hillside Strangler Murders” sowie ein paar TV-Episoden von “Chuck” und “Moonlight” einen unbekannten Namen gemacht. Auch die Darsteller Ed Westwick (Gossip Girl) und Briana Evigan sind weitestgehend unbeschriebene Blätter.

Um zu verdeutlichen, wie “offiziell” diese vermeintliche Fortsetzung ist: Richard Kelly, der Autor von “Donnie Darko” hat sich mittlerweile ausdrücklich und vehement in seinem MySpace-Blog von der Fortsetzung distanziert. So funktioniert Hollywood.

Upfronts 2008: CBS

Mittwoch, 14. Mai, 2008

“Moonlight” und “Shark” sind nun offiziell abgesetzt, stattdessen gibt es im Herbst fast jeden Abend eine neue Serie bei CBS. Man munkelt, dass “Old Christine” wiederum nur einen Pickup über volle 22 Episoden erhalten hat, weil ABC an der Comedy interessiert war — aber auf der anderen Seite eröffnet die Verlängerung dieser Comedy nun auch die Möglichkeit, den neuen Comedy-Abend am Mittwoch mit Material zu füllen. Die neue Sitcom “Project Gary” soll zu diesem Zweck mittwochs nach “Old Christine” und vor dem alten Duo “Criminal Minds” und “CSI:NY” starten.

Den alten Slot von “Old Christine” am Montag erhält die neue Comedy “Worst Week”. Der Rest des Montags inklusive der verlängerten “Big Bang Theory”, “How I Met Your Mother” und “CSI: Miami” bleibt intakt.

(N=New, NT=New Time, all times ET/PT)

MONDAY

8:00-8:30 PM THE BIG BANG THEORY
8:30-9:00 PM HOW I MET YOUR MOTHER
9:00-9:30 PM TWO AND A HALF MEN
9:30-10:00 PM WORST WEEK (N)
10:00-11:00 PM CSI: MIAMI

TUESDAY

8:00-9:00 PM NCIS
9:00-10:00 PM THE MENTALIST (N)
10:00-11:00 PM WITHOUT A TRACE (NT)

WEDNESDAY

8:00-8:30 PM THE NEW ADVENTURES OF OLD CHRISTINE (NT)
8:30-9:00 PM PROJECT GARY (N)
9:00-10:00 PM CRIMINAL MINDS
10:00-11:00 PM CSI: NY

THURSDAY

8:00-9:00 PM SURVIVOR
9:00-10:00 PM CSI: CRIME SCENE INVESTIGATION
10:00-11:00 PM ELEVENTH HOUR (N)

FRIDAY

8:00-9:00 PM GHOST WHISPERER
9:00-10:00 PM THE EX LIST (N)
10:00-11:00 PM NUMB3RS

SATURDAY

8:00-9:00 PM CRIMETIME SATURDAY
9:00-10:00 PM CRIMETIME SATURDAY
10:00-11:00 PM 48 HOURS MYSTERY

SUNDAY

7:00-8:00 PM 60 MINUTES
8:00-9:00 PM THE AMAZING RACE
9:00-10:00 PM COLD CASE
10:00-11:00 PM THE UNIT (NT)

Upfronts 2008: CW (inklusiv: Video)

Mittwoch, 14. Mai, 2008

Auch hier keine großen Überraschungen mehr, “Aliens in America” ist nun offiziell abgesetzt und “Reaper” kommt wie erwartet zur Midseason. Ansonsten dreht sich alles um “Gossip Girl” und “90210″ (wo nun auch noch Tori Spelling im Gepräch ist). Noch selten hatte das Programm des WB/UPN/CW eine so eindeutige Handschrift: Zielgruppe Teenage-Girls. Der Freitag wirkt fast schon wie ein Fremdkörper (und wer weiß wie lange noch).

Der komplette Sonntag wurde an ein externes Medien-Unternehmen “weitervermietet” — es wird erwartet, dass dort ebenfalls neue Serienproduktionen starten werden. Fast wie in den guten alten Zeiten zu Beginn des werbefinanzierten Fernsehens in den USA liefern damit die Werbekunden quasi selbst das Programm.

Da CBS kein Interesse mehr an “Moonlight” hat, könnte unter Umständen das CW als neue Anlaufstelle für die Mystery-Serie in Frage kommen. Schließlich ist das CW als Network ebenso wie “Moonlight” eine CBS/Warner-Coproduktion. Eine Paarung mit Supernatural (und/oder “Reaper”) in der Midseason wäre da eine plausible Option. Nikki Finke spekuliert auch darauf, dass der neue “Inhaber” des CW-Sonntag Interesse an “Moonlight” haben könnte.

MONDAY
8 p.m. Gossip Girl
9 p.m. One Tree Hill

TUESDAY
8 p.m. 90210
9 p.m. SURVIVING THE FILTHY RICH

WEDNESDAY
8 p.m. America’s Next Top Model
9 p.m. STYLISTA (Reality)

THURSDAY
8 p.m. Smallville
9 p.m. Supernatural

FRIDAY
8 p.m. Everybody Hates Chris
8:30 p.m. The Game
9 p.m. America’s Next Top Model repeats

Midseason: Reaper

Bei YouTube gibt es auch schon Ausschnitte aus “Surviving the Filthy Rich” und der Reality-Show “Stylista” (und die Serienjunkies haben einen Trailer zu “Filthy Rich”).

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Upfronts 2008: Nur zwei neue Serien bei ABC

Dienstag, 13. Mai, 2008

So sieht der (gegenüber letzter Season weitestgehend unveränderte) Herbst-Sendeplan von ABC laut Variety aus:

Monday

8- “Dancing with the Stars”
9:30 – “Samantha Who?”
10 – “Boston Legal” / “the Bachelor”

Tuesday

8 – “Opportunity Knocks” (new reality show)
9 – “Dancing with the Stars” results show / “Scrubs” and “The Goode Family” (new comedy, midseason)
10 – “Eli Stone”

Wednesday

8 – “Pushing Daisies”
9 – “Private Practice”
10 – “Dirty Sexy Money”

Thursday

8 – “Ugly Betty”
9 – “Grey’s Anatomy”
10 – “Life on Mars” (new drama)

Friday

8 – “Wife Swap”
9 – “Supernanny”
10 – “20/20”

Saturday

8 – “Saturday Night College Football”

Sunday

7 – “America’s Funniest Home Videos”
8 – “Extreme Makeover: Home Edition”
9 – “Desperate Housewives”
10 – “Brothers & Sisters”

Positiv darin vor allem die Verlängerung von “Samantha Who?“, die mich dieses Jahr wirklich positiv überraschte. “Lost” kommt erst wieder in der Mid-Season Anfang 2009. Ebenfalls nicht auf dieser Liste ist die verlängerte Comedy “According to Jim” und die neue Reality-Serie “Opportunity Knocks”.

Über den Verbleib von “Cashmere Mafia” sowie “Miss/Guided” gibt es keine Informationen mehr in der ABC-Pressemitteilung — das legt nahe, dass sie wohl abgesetzt sind. In beiden Fällen kein übermäßig tragischer Verlust, aber eigentlich lieferten beide zumindest halbwegs solide Unterhaltung und so wundert es mich schon ein wenig, dass ABC auf diese beiden Shows verzichten will. Auf der anderen Seite: Soviele verlängerte Serien gab es schon lang nicht mehr.

Und spätestens zur Midseason dürfte ABC noch mit einem großen Bündel neuer Serien aufwarten, die momentan teilweise erst im Planungsstadium sind (u.a. “Cupid 2.0″ und “Good Behaviour”).