Posts Tagged ‘Heroes’


“Chuck” und “V” bekommen weitere Staffel

Freitag, 14. Mai, 2010

Es hatte sich in den vergangenen Wochen bereits abgezeichnet, dass die Chancen für “Chuck” auf eine Verlängerung recht gut stehen und seit heute ist es auch offiziell: NBC hat 13 weitere Folgen bestellt. Der Großteil der dritten Staffel war in meinen Augen nicht so unterhaltsam wie Season 1 und 2, aber die jüngsten Folgen der nachträglich georderten “Staffel 3.2″ machen mit ihrem “Hart to Hart”-Spy-Couple-Konzept wieder Lust auf mehr. Die häppchenweise Verlängerung von “Chuck” der letzten Jahre hat allmählich schon “Veronica Mars”-esque Ausmaße.

Bei ABC hat man unterdessen wohl das “kleinere Übel” gewählt und “V” eine weitere Staffel genehmigt (wohl auch mit nur 13 Episoden). Bei “Flash Forward” liegt zwar noch keine offizielle Bestätigung vor, aber es deutet nun alles auf eine Absetzung nach der verkorksten ersten Staffel hin. Offensichtlich wollte man dann doch nicht beide SciFi-Shows gleichzeitig absetzen und damit noch größere Lücken in das Full-Hour-Portfolio des Networks reißen.

Auch die Zukunft von NBCs “Heroes” ist noch unklar: Hier hört man aus der Gerüchteküche, dass die Show möglicherweise mit einem mehrstündigen TV-Movie-Special verabschiedet werden soll.

Das wird sich möglicherweise alles nächste Woche klären, wenn die Networks mal wieder zu den alljährlichen Upfronts einladen. Ein paar “Bubble-Shows” sind noch übrig (“Life Unexpected”?) und natürlich wird es schon mal einen ersten Blick auf die neuen Serien geben. Der Trend geht nach dem ersten Eindruck vor allem hin zu Comedies und Law/Cop-Prozedurals (wobei Ur-Oldtimer “Law & Order” interessanterweise nach 20 Jahren abgesetzt werden soll).

Heroes: Der Hype ist zu Ende

Mittwoch, 24. September, 2008

Ich hatte durchaus noch Hoffnung, dass die maue zweite Staffel von “Heroes” nur ein Ausrutscher war. Aber nein, diese Show “has jumped the shark”. Und zwar vermutlich schon am Ende der ersten Staffel, im damaligen enttäuschenden Seasonfinale, das weit hinter den hoch aufgebauten Erwartungen zurückgeblieben war.

Die fast schon katastrophal schlecht geschriebene (und über weite Strecken auch fast ebenso schlecht geschauspielerte) Season-3-Eröffnung war nun die finale Bestätigung, dass die Autoren diese Show komplett an die Wand gefahren haben. Noch selten habe ich in einer Primetime-Serie solch billige und abstruse Erklärungskonstrukte gesehen — nur um irgendwie eine Story auf die Beine zu stellen. Hiro verzichtet plötzlich aus Gewissensgründen auf seine Fähigkeit, in die Vergangenheit zu reisen — selbst wenn es um das mögliche Schicksal der Welt geht. Nein, nicht mal fünf Minuten zurück erlaubt er sich mehr — erscheint auch logisch, wenn man bedenkt, dass ansonsten seine komplette Storyline in der Seasonpremiere (und vermutlich der Rest der Staffel) innerhalb einer Szene erledigt worden wäre.

Und in diesem Stil wimmelte es nur so von vielen weiteren dämlichen Charakterentscheidungen, billigen sensationshaschenden Momenten (Mohinder als “die Fliege”?!) und ‘ner ganzen Menge anderen Schrotts. Schade auch um Kristen Bell und Francis Capra.

Was hat eigentlich die Faszination der ersten Staffel ausgemacht? War es seinerzeit wirklich nur “das Neue”, die perfekt inszenierten Cliffhanger? Hatte die Show schon immer mehr Schein als Substanz?

Die Serie müsste sich eigentlich ganz dringend von einer Reihe von mittlerweile komplett überflüssigen und nervigen Charakteren trennen (Parkman, Maya, Mohinder, Peter, Sylar, HRG … um nur einige zu nennen ;-) ) aber ich glaube selbst dann wäre nicht mehr viel zu retten. Eigentlich war nur die Vorstellung der neuen “Heldin” mit Supergeschwindigkeit ein interessanter Aspekt der Episode, der Rest war einfach nur noch sinnloses Umhergestolpere im löchrigen “Heroes”-Universum.

Schade, was aus dieser Show wurde, die noch vor zwei Jahren absolutes “Must-See”-TV war.

Veronica Mars 4×01 – The FBI Moments

Donnerstag, 25. Oktober, 2007

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*seufz*. Das hätte durchaus ‘was werden können. Der kleine Zeitsprung und das Setting von “Vroni” beim (seltsamerweise unkenntlich gemachten) FBI funktioniert in den wenigen Minuten dieses Teasers eigentlich ganz gut. Ich muss aber auch sagen, dass es mich nicht vom Sockel gerissen hat. (Spoiler voraus) Naja, vielleicht bis auf die kurze Szene bei Veronicas göttlicher Slow-Motion-Verfolgung des Schuldirektors in Unterhosen.

Das war ein geschickter Schachzug, die Serie im Grunde schon wieder in der Highschool beginnen zu lassen und ein wenig mit den Erwartungen des Zuschauers zu spielen. Der Trailer musste in den knappen 15 Minuten aber zuviel Material auf einmal unterbringen (logischerweise um den Powers That Be mögliche zukünftige Storylines anzudeuten) und wirkt dadurch etwas gehetzt. Kristen Bell schien mir zudem dann doch etwas zu jung für diese Rolle. Auch die Nummer mit dem Ex, der zufälligerweise nun auch in der gleichen Abteilung arbeitet, wirkte etwas abgedroschen. Aber Vroni mit ‘ner Waffe im Anschlag hat ‘was :-) .

Ich hätte sicherlich eingeschaltet und ich glaube, die Serie hätte genauso gut funktioniert wie im Highschool/College-Setting der ersten Staffeln. Vielleicht hätte man auch etwas düstere Stories umsetzen können, mehr in die Richtung von “The Inside”. Aber ob diese FBI-Variante dann bessere Quoten als das “Original” eingefahren hätte, bezweifle ich. Das hätte zu großen Teilen aber auch am CW gelegen, das ohne die DVR-Nutzer mittlerweile wohl komplett aufgeschmissen wäre.

vm4.jpgAber das CW wollte sich darauf ja eh nicht einlassen und so haben wir nun immerhin durch diesen Trailer einen kleinen Mini-Abschied von “Veronica Mars” und einen versöhnlichen Ausblick auf den weiteren Weg, den dieser Charakter gegangen wäre. Die komplette dritte/letzte Staffel (samt dieses Trailers für die nie realisierte Staffel 4) ist seit dieser Woche auf DVD erhältlich.

Und wer immer noch nicht loslassen kann, dem bietet “Heroes” in der zweiten Staffel momentan eine Gelegenheit, Kristen Bell quasi in der gleichen Rolle wiederzusehen. Naja, fast. Ich hatte zumindest bei ihrem ersten Auftritt einige heftige déjà-vus, besonders in der Szene, in der sie in ihrem Auto auf der Lauer lag. Abgesehen davon, dass ihr “Heroes”-Charakter wohl keine Probleme mit ihrer Stromrechnung hat und etwas “böser” ist, riecht mir Kristens Auftritt arg nach einer Art Geek-Stuntcasting, ähnlich gelagert sind die Auftritte all der Star-Trek-Alumni (sogar aus unterschiedlichen ST-Serien). Man muss aber auch dazu sagen, dass diese ersten Szenen mit Kristen in “Heroes” noch recht mager waren, so durfte sie ihre “Kräfte” erstmal nur andeuten. Vielleicht kommt da ja noch mehr. Insgesamt hat mir die jüngste “Heroes”-Episode eigentlich recht gut gefallen, die Charaktere treffen zwar immer noch idiotische Entscheidungen (allen voran Peter), aber immerhin gab es mal etwas Bewegung und vor allem die Szenen mit Parkman und seinem Vater fand ich interessant. Aber insbesondere die Storyline mit Hiro kommt gar nicht von der Stelle und ich kann nur hoffen, dass das in einem Gesamtzusammenhang irgendwann mal Sinn macht. Bisher gibt das mehr Anlass zum Stirnrunzeln.

Heroes: Bloß keine Untertitel!

Mittwoch, 10. Oktober, 2007

Meine Güte, die haben in der deutschen Fassung ja sogar Hiro und Ando synchronisiert… Offensichtlich traut man (RTL2?) dem deutschen TV-Zuschauer wirklich nicht einmal zu, ein paar Sätze vom Bildschirm abzulesen. Dass es dabei zu bizarren Szenen kommt, in denen Hiro und ein Dolmetscher die gleiche Sprache wie die New Yorker Cops sprechen, interessiert wohl keinen.

Und warum komme ich mir jetzt schon vor wie der “Comic Book Guy” aus “The Simpsons”?

Im Test: “Heroes” Season 2 per Video on Demand

Dienstag, 25. September, 2007

In Frankreich gibt es ebenso wie in anderen Ländern momentan einige Initiativen, um Video on Demand oder IPTV der breiten Bevölkerung schmackhaft zu machen. Einer der Vorreiter ist dabei der private Fernsehsender TF1, der mit TF1Vision.com ein größeres Download- und Streaming-Portal betreibt. Dort können französische Internet-Nutzer aktuelle Serien und Spielfilme gegen eine Gebühr herunterladen oder direkt per Streaming anschauen.

TF1 ist der älteste und zugleich zuschauerstärkste französische TV-Sender und strahlt auch diverse amerikanische Produktionen wie “Les Experts” (CSI), “24 heures chrono” (24), “Lost” oder “Melinda entre deux mondes” (“Ghost Whisperer”) aus. Auch “Heroes” zählt zu Serien, die auf TF1 zu sehen sind und während die Zuschauer in Deutschland noch bis Mitte Oktober bis zur Erstausstrahlung auf RTL2 warten müssen, ist TF1 bereits mit der kompletten ersten Staffel durch. Der Ausstrahlungsrhythmus ähnelte jedoch eher dem klassischen “Verheizen” mit bis zu drei Episoden pro Woche mitten im Sommer — aber immerhin zog die Show vier bis fünf Millionen Zuschauer an (Marktanteil: 22%), das ist nur etwas weniger als der Vorjahreshit “Lost”. Auch online kann man die erste Staffel vollständig sehen, TF1 bietet sie auf ihrem TF1Visions-Portal zum Kauf an.

heroes_season2.jpgIn einem für europäische Verhältnisse (noch) etwas ungewöhnlichen Deal hat TF1 aber kürzlich die Online-Vermarktungsrechte auch für die zweite Staffel von “Heroes” von NBC-Universal erworben — und zwar für eine Online-Veröffentlichung direkt nach der jeweiligen Erstausstrahlung in den USA. So stand die Season-Premiere “Four Months Later…” bereits heute Nacht wenige Stunden nach der NBC-Ausstrahlung zum Download und Streaming auf TF1Vision.com zur Verfügung. Natürlich nicht kostenlos.

Neugierig wie ich bin, habe ich also mal meine Kreditkarte gezückt, um mir diese vermeintliche Zukunft des Fernsehens mal genauer anzuschauen. Das ist nicht mein erster Ausflug ins “Video on Demand”-Feld, aber zum ersten Mal steht eine US-Serie nahezu zeitgleich mit der US-Ausstrahlung auch für mich als europäischen Kunden auf dem Menu.

Dabei muss man allerdings einige Kröten schlucken. Das geht schon los mit dem Webbrowser. Das Ganze ist eine Internet-Explorer-only-Veranstaltung — mit Firefox und anderen Alternativen kann man sich zwar das Webangebot anschauen, aber das Bestellen und Herunterladen von Serien oder Filmen geht nur mit dem IE6 (oder neuer). Kaum überraschen dürfte die Tatsache, dass Digital Rights Management (DRM) ein unerlässlicher Bestandteil ist und somit das Abspielen auf den Microsoft Media Player 10 (oder neuer) limitiert ist — wer also kein MS Windows nutzt, schaut ebenfalls in die Röhre. Die DRM-Vorschriften haben es zudem in sich: Man “mietet” diese Episode nämlich nur. Brennen und Kopieren kann man logischerweise komplett vergessen. Aber auch das Anschauen ist auf ein enges Zeitfenster von 48 Stunden begrenzt. Man kann sich die Episode zwar so oft anschauen, wie man will, aber nach 48 Stunden ist Schicht im Schacht. Zudem gelingt der Download auch nur mit einer IP-Adresse aus dem Netz eines französischen Providers.

Nun würde man ja hoffen, dass bei einem solchen kommerziellen Angebot auch eine hochwertige Qualität geboten wird, vielleicht gar HDTV und Dolby Digital. Aber Pustekuchen. Präsentiert bekommt man eine Videodatei mit knapp 550 MB Größe (für 50 Minuten) mit einer Auflösung von 720×406 Pixeln (16:9) und einer Videobitrate von 1,5 Mbps. Das ist nicht schlecht, aber auch nicht gut — bei schnellen Bewegungen oder größeren Bildschirmen sieht man deutlich Klötzchen und Codierungs-Fragmente. Dazu gibt es einen 128Kbps Stereo-Audiotrack (jeweils Windows Media Codec 9). Immerhin gibt es die Auswahl, ob man die Episode sofort sehen (per Streaming) oder die komplette Datei auf die heimische Festplatte laden will. Keine Wahl hat man hingegen bei den Untertiteln: die französischen Zwangsuntertitel sind in den Videostream eincodiert. Eine reine englische Sprachfassung bekommt man ebenso wenig wie eine französisch synchronisierte Fassung (letztere dürfte auch frühestens zur “altmodischen” TV-Ausstrahlung auf TF1 in 2008 fertig sein).

Aber den größten Nachteil habe ich noch gar nicht erwähnt: Und zwar der Preis. Mit heftigen 2,99 Euro schlägt dieses “Mieten” der 50-minütigen Episode zu Buche (das macht immerhin 65 Euro für eine komplette Staffel). Später im Jahr soll es auch so genannte “Season-Passes” geben, die den Preis etwas reduzieren dürften. Dennoch sind knapp 3 Euro für eine einzelne Episode bei solcher Qualität und solch engen DRM-Restriktionen ohne Bonus-Materialien ein dicker Hund. Selbst die Amazon.com-”Unbox”-Episoden sind da mit ca. $2 (ca 1,40 Euro) eine ganze Ecke günstiger (und gibt es zudem auch mit 2,5 Mbps Videobitrate). Ferner bekommt man bereits eine ganze Staffel “Heroes” auf HD-DVD für umgerechnet knapp 55 Euro — und die kann man sich so oft anschauen wie man will.

Insgesamt also noch ein sehr teurer Spaß mit einem sehr schlechten Preis-/Leistung-Verhältnis. Aber die grundsätzliche Entwicklung ist zu begrüßen — vor einigen Jahren wäre selbst so ein überteuertes Angebot noch undenkbar gewesen. Es wird sehr interessant sein, zu sehen, wie sich Preise und Qualität solcher Angebote in den nächsten fünf Jahren entwickeln.

Heroes 2×01: “Four Months Later…”

Dienstag, 25. September, 2007

Für eine Staffel-Eröffnung ging es diese erste Episode sehr ruhig an. Und sie konnte meine Befürchtungen bezüglich “Heroes” als “One-Season-Wonder” auch nicht gerade beruhigen. Es werden zwar einige neue Charaktere eingebunden, der Verbleib eines Großteils der bekannten Superhelden aufgeklärt und ein paar Andeutungen für den “Big Evil” gelegt, aber das Skript machte einen sehr mittelmäßigen Eindruck. Insbesondere da sich (zumindest bei mir) bei den Szenen mit Claire ein offensichtlicher “Buffy”-Vergleich aufdrängt und dabei verliert “Heroes” derzeit noch sehr, sehr deutlich.

DICKE SPOILER voraus!

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Kurz: Alles noch sehr roh, uneinheitlich und bei weitem noch nicht “back in the game”. Aber vielleicht will man ja nur langsam ausholen…

Heroes: Wow.

Dienstag, 1. Mai, 2007

“Heroes” hatte in seinem kurzen Run schon viele epische Momente, aber die jüngste Episode (1×20) drei Wochen vor dem großen Finale hat komplett neue Maßstäbe für diese Serie gesetzt. Und ich bin mir sicher, das wird eine dieser Episoden sein, von den man noch in einigen Jahren schwärmen wird, wenn man über die Show spricht. Mir ist dabei ziemlich schnuppe, ob die Serie möglicherweise nun schon in Season 2 oder erst in Season 5 “über den Haifisch springt”. “Heroes” ist zumindest zur Zeit ein hervorragendes Action-SciFi-Drama und ein ganz großes Spektakel, das zumindest dieses Jahr nicht nur Freunde des Superhelden-Comic-Genres voll zu überzeugen weiß.

Spoiler voraus…

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“Heroes” vs. “Friday Night Lights”

Montag, 2. April, 2007

Diese beiden Serien werden (zumindest in meiner kleinen Apfel vs. Birnen-Welt) das Duell der besten neuen Shows unter sich aus machen. Noch ist es etwas früh, ein endgültiges Urteil abzugeben, aber zumindest “Friday Night Lights” (FNL) ist spätestens nach der letztwöchigen Episode Nummer 20 im Endspurt und hat schon mal mächtig vorgelegt. Es kommt nicht oft vor, dass ich nach einer Episode nur noch ein “Wow!” rauskriege (das haben zuletzt vor allem die Cliffhanger von “Heroes” geschafft), aber FNL hat mit “Mud Bowl” eine der besten Episoden der aktuellen TV-Season auf die Beine gestellt. Falls irgendjemand der werten Leserschaft aus unerklärlichen Gründen in den letzten Monaten von der Show Abstand genommen hatte, sollte er/sie vielleicht doch noch mal einen Blick in jene Episode werfen. Oder vielleicht #17 (“I Think We Should Have Sex”). Kyle Chandler und Connie Britton zeigen eine beeindruckend realistisch wirkende Darstellung eines alltäglichen Elternpaars, die mich jedesmal wieder aufs neue begeistert. Wenn die Emmys noch etwas wert wären, müssten die beiden eigentlich eine Nominierung sicher haben.

Ich will jetzt nicht zu tief in Spoiler-Untiefen geraten und die endgültige Season-Review hebe ich mich mir noch für die Zeit nach dem Season-Finale auf, daher halte ich das hier kurz. Aber nach zwanzig Episoden wage ich mich doch schon weit genug aus dem Fenster, um zu behaupten, dass “Friday Night Lights” die Fortsetzung der “Freaks & Geeks”/”My So-Called Life”-Tradition ist. Und damit die erste Serie aus dieser “Reihe”, die gute Chancen hat, in ein zweites Jahr verlängert zu werden. Das ist eine der wenigen Upfronts-Entscheidungen, bei denen ich dieses Jahr ganz fest die Daumen drücke.

Kaum sind die Sweeps vorbei…

Donnerstag, 30. November, 2006

mak hat in Bezug auf die hohen Quoten von “Veronica Mars” einen Kommentar gepostet, den ich mal hier zitiere:

Kann es nicht eher sein das da was an der Quotenmessung gedreht würde? Da die anderen CW-Serien ja auch plötzlich bessere Quoten zu haben scheinen…

Ich glaube es war die zweite Woche ohne die Dienstags-Ausgabe von “Dancing With the Stars”, daher die “Umverteilung”. Und das CW scheint diese Woche allgemein von dem bereits einsetzenden “Winterschlaf” der anderen Networks zu profitieren — was mich zum Thema dieses Blogeintrags bringt: ABC hat mit “Show Me the Money” und “Day Break” sowie CBS mit “3lbs” ein paar hübsche Mega-Flops. Das CW scheint die Winterpause hingegen bei einigen Shows hinauszögern zu wollen — zumindest die “Gilmore Girls” werden in dieser “Winterseason” soviele Episoden gezeigt haben wie noch nie vor dem Jahreswechsel: Satte zwölf Folgen (wenn die Daten bei EPguides.com stimmen) und alle “in-a-row”.

CBS hat bei “3lbs” ja jetzt sogar schon nach nur drei Wochen den Stecker gezogen… wie bei “Smith” zu Beginn der Season. Wenn ich also mal kürzlich von der wiederentdeckten Geduld der Networks geschrieben habe, dann muss man CBS wohl ausklammern. Nicht dass ich ‘was dagegen habe, “3lbs” war mau. Man könnte ja denken, dass CBS sich sowas leisten kann, aber haben die überhaupt noch etwas in der Midseason-Pipeline?

Aber warum ABCs “Day Break” so extrem floppt (gerade mal 4+ Millionen Zuschauer), ist mir unerklärlich. Ich habe zwar Episode 4 noch nicht gesehen, aber bisher fand ich die Show eigentlich recht interessant.

Und schließlich noch ein Wort zum neuen NBC-Programmplan. Allmählich wird wohl deutlich, dass Sorkin in seinem “Studio 60“-Vertrag wohl auch eine Klausel stehen haben muss, die ein Verschieben von “Studio 60″ auf einen anderen Sendeplatz ausschließt. NBC wirft zwar das halbe Programm durcheinander (u.a. “Friday Night Lights” nun mittwochs), aber “Studio 60″ bleibt in seinem Timeslot hinter “Heroes” — zumindest bis Ende Februar 2007.

“It’s reached a level (in the ratings) that’s acceptable”

Naja, wenn NBCs “scheduling chef” das sagt, wird’s wohl stimmen…

Weitaus logischer ist da der ebenfalls nun offiziell angekündigte Ersatz für “Studio 60″ ab März 2007: “The Black Donnellys” soll von den sehr guten Quoten von “Heroes” hoffentlich besser profitieren und den 22Uhr-Slot übernehmen. In dem Zusammenhang macht es dann auch mehr Sinn, dass “Medium” nicht wie von einigen gewünscht hinter “Heroes” landet.

Die Comedies “The Singles Table” und “Andy Barker, P.I.” werden nicht im neuen Plan erwähnt und müssen wohl noch länger auf die Ausstrahlung warten müssen — auf der anderen Seite: Gute Comedies hat NBC ja derzeit auch genug, wenn auch alle an einem Abend ;-)

Oh, und schließlich auch noch ‘was zu ABCs neuer vermeintlicher “Comedy” “Big Day“: Was’n Schrott. Das wird ein harter Winter für ABC…

Bryan Fuller und “Dead Like Me”: “the worst part of my life”

Freitag, 27. Oktober, 2006

Es sehr, sehr lesenswertes Interview mit Bryan Fuller gibts bei Comic Book Resources. Er spricht unter anderem über seine Karriere als Autor, seine Meinung zur aktuellen Entwicklung des “Star Trek”-Franchises und seine Rolle bei der Entstehung von “Carrie” und “Wonderfalls”. Ausführlich thematisiert wird auch sein Ausstieg bei “Dead Like Me” und warum er danach niemals mehr eine Episode der Serie gesehen hat. Fuller äußert sich zu den Gründen, warum Rebecca Gayheart in Staffel 1 so unvermittelt aus der Serie verschwand: Showtime habe plötzlich ein ungutes Gefühl wegen der dunklen Vergangenheit ihres Charakters in der Serie (sie war an dem Tod eines Kindes beteiligt) gehabt. Daher musste Gayheart auf Druck des Senders gehen.

Aus früheren Interviews war ja bereits bekannt, dass Showtime den finanziellen Rahmen von “Dead Like Me” so eng hielt, dass Fuller nicht die Show machen konnte, die ihm vorschwebte. Special Effects waren gar nicht vorgesehen gewesen, das Budget pro Episode laut Fuller um $500.000 zu niedrig. Daher auch die zwei “Clipshows” in der ersten Season. Produktionsfirma und Sender hätten sich kontinuierlich um eine gemeinsame Strategie für die Show gestritten — mit Fuller zwischen den Stühlen.

Dramatisch erscheinen auch seine Aussagen über die Zeit nach seinem Ausscheiden:

I talked to several cast members and they called me and told me “they are ruining it!” and I just had to tell them sorry. But I couldn’t do anything about it. I couldn’t watch the show, it was too emotional for me. It was a really traumatic experience, I lost a lot of weight and my hair fell out…

Laut Fuller hätte George übrigens auch in “seiner” Serie niemals ihre “Mission” als Untote beendet, aber Rebecca Gayhearts Charakter hätte in Staffel 2 zumindest eine wichtige Rolle bei der Lösung des Rätsels um das “Afterlife” gespielt.

Auch zu “Wonderfalls” hat Fuller einiges zu sagen, unter anderem kleine Andeutungen zu den Inhalten einer fiktiven zweiten und dritten Staffel.

Und natürlich ist ein Abschnitt des Interviews der neuen Serie “Heroes” gewidmet, bei der er als Consulting Producer auftritt und die er als “Magnolia” meets “X-Men” beschreibt. Hier lesen…

Bryan Fuller is back

Dienstag, 17. Oktober, 2006

Der Autor von “Dead Like Me” und “Wonderfalls” mischt nun also nach langer Abstinenz wieder bei einer TV-Show auf einem der fünf großen Networks mit. Und er hat sich auch gleich ein formidables Hit-Projekt ausgesucht: “Heroes“. Den “Consulting Producer”-Credit hatte ich schon vorletzte Woche bemerkt, aber für die vierte Episode hat er nun auch den “Written By”-Credit erhalten — seine Rolle scheint also doch größer zu sein als einfach nur ein “Beratender Produzent”. Eine sehr positive Überraschung, die “Heroes” auf meiner Erwartungsskala gleich noch ein paar Punkte steigen lies. Denn “Dead Like Me” und “Wonderfalls” waren ja zwei echte Goldstücke und kleine Highlights in meiner DVD-Sammlung. Und diese vierte Episode, die diesmal durchweg spannend war (und wieder mit einem brillianten blows-your-mind-away-Cliffhanger) brachte “Heroes” auf meiner Liste der besten neuen Serien sicherlich sehr, sehr nahe an die “Herausragend”-Kategorie heran.

Ich war ehrlichgesagt ja zunächst etwas irritiert, wie “Heroes’”-Creator Tim Kring ausgerechnet als Autor von “Providence” und “Crossing Jordan” nun zu so einem Mystery-Projekt gekommen sein sollte. Aber dieses Vorurteil war natürlich im gewissen Sinne ungerechtfertigt, denn der Mann war ja auch schon Ende der 90er für das SciFi-Projekt “Strange World” verantwortlich. Die Show floppte zwar hochkant, zeigte aber, dass er zumindest ein Faible für Mystery hat.

Studio 60: Die Luft wird dünn

Dienstag, 3. Oktober, 2006

Auch diesen Montag ging es für “Studio 60 on the Sunset Strip” bei NBC wieder rapide bergab, nun sind wir schon bei 8,73 Millionen Zuschauern (in der zweiten halben Stunde) gelandet. Damit fiel die Show auf Platz drei in dem 22 Uhr-Timeslot. Auch die Zahlen der bisher recht stabilen Zielgruppe der 18-49jährigen brach stark ein (nur noch 3.5/9). Damit wird es nun wirklich schwierig und bei NBC wird man nun sicherlich schon leicht unruhig werden. Ironischerweise werden sich wohl jetzt genau die Dialoge um Fokusgruppen und Zuschauerzahlen in der NBC-Universal-Zentrale abspielen, die Sorkin in der dieswöchigen Episode zum Thema machte.

Ich hätte nicht damit gerechnet, dass “Heroes” ein so deutlich größerer Hit als “Studio 60″ wird — die haben 3 Millionen Zuschauer mehr! Umso schlimmer, dass “Studio 60″ diese exzellenten Quoten seines Lead-In nicht halten kann.

Aber in dieser dritten Episode wurde eines wieder klar: Die Show “in der Show” bricht “Studio 60″ derzeit das Genick. Die Dialoge der restlichen Show sind tough, unterhaltsam und hochspannend (dazu eine fantastische Leistung von Amanda Peet diese Woche), aber sobald solche vermeintlichen Ausschnitte aus der fiktiven Show gezeigt wurden, lief alles aus dem Ruder. Gut, auch das Vorbild “Saturday Night Live” ist heutzutage kaum noch witzig, aber wenn man solche vermeintlichen “Comedy-Bits” so prominent darstellt, dann müssen die auch zünden.

Da haben Juristen-, Krimi-, SciFi- und Ärzteserien nunmal einen fundamentalen Vorteil: Wenn bei “ER” die Ärzte in wilden Terminologienbabbel ausbrechen, kann nur ein Bruchteil der Zuschauer beurteilen, ob das nun Sinn macht. Ähnlich war es bei den politischen Auseinandersetzungen in “The West Wing”. Aber ob ein Scherz in einer Comedyshow lustig ist, kann jeder Zuschauer beurteilen.

Und da ich schon “Heroes” erwähnte: Ich bin noch etwas zwiespältig hinsichtlich dieser Serie. Manche Szenen wirken holprig und wie aus einem schlechten 08/15-”Jericho”-Drehbuch (wenn bspw. unser japanischer Star-Trek-Fan in flagranti erwischt wird). Aber auf der anderen Seite sind da teilweise brilliante und vollkommen unvorhersehbare Storywendungen, bei denen die Kinnlade zwei Stockwerke tiefer fällt (“November 8th?”). Man könnte in den Skripts der ersten beiden Episoden praktisch alle fünf Minuten einen Act-Break platzieren. Aber es fehlt noch das “gewisse Etwas” und die Kontinuität — der 45-minütige “Lost”-Wow-Effekt ist (noch?) nicht da. Zweifellos jedoch das Potential für eine Show mit hohem Suchtfaktor (die man sich aber wohl wegen der Cliffhanger lieber in einem Rutsch Mitte 2007 auf DVD anschaut).

Heroes

Sonntag, 23. Juli, 2006

Inhalt in einem Satz: Ganz normale Menschen entwickeln Superkräfte. NBC.

Leichte Spoiler voraus.

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Pilot Quick-Preview: Ich bin sehr überrascht von der ruhigen, fast schon behutsamen Umsetzung des Konzepts. Da hätte man locker eine platte “Freak of the Week”-Actionshow daraus machen können, doch man geht das Thema etwas zurückhaltender an und orientiert sich stärker an den Erzählmethoden bekannter Comic-Mythologien. Natürlich gibt es ein paar sehenswerte Special-Effects, aber sie stehen nicht unbedingt im Mittelpunkt dieses Dramas. Nein, es wird stattdessen sehr viel Zeit in die Entwicklung der Charaktere gesteckt. Und im deutlichen Gegensatz zu “Jericho” gelingt das in meinen Augen auch im vollem Umfang: Alle Charaktere der Pilotepisode haben mich auf Anhieb interessiert. Allerdings kommen in den folgenden Episoden ja noch weitere Personen hinzu — also dies erstmal unter Vorbehalt. Auch wird die finale Episode etwas kürzer und anders geschnitten sein, was zu Lasten ruhigerer, dialoglastiger Szenen gehen dürfte. Zudem ist der noch ausstehende Greg Grunberg Subplot etwas actionreicher.

Die Philosophie der Episode erinnert stark an klassiche Superhero-Comics und an die jüngsten “Spiderman”-Verfilmungen. Es ist die Geschichte von ganz normalen Menschen, die über sich hinauswachsen — und den inneren Konflikten, die damit einhergehen. Das dürfte auch viele Zuschauer ansprechen: Da werden ganz normale Menschen porträtiert, die aber eine Sehnsucht nach Größerem haben.

Auch viele visuelle Bits wecken leichte Erinnerungen an die Sam Raimi-Verfilmungen. Vielleicht ist man hie und da etwas knapp an der Grenze zum Kitsch (vor allem mit den Voice-Overs zu Beginn und Ende), aber insgesamt gesehen hat es in meinen Augen funktioniert. Es ist auch etwas deutlich anderes als die “Smallvilles” und “Point Pleasants” dieses Genres, auch wenn die Serie statt auf NBC auch durchaus in das WB/CW-Lineup gepasst hätte. Produzent und Regisseur David Semel ist ein alter Fuchs im Teen-Genre (u.a. “Roswell”, “Beverly Hills 90210″, “Buffy”, “Angel”, “Party of Five” und “Dawson’s Creek”) und das spürt man insbesondere beim Segment der Teenagerin mit Superkräften, aber auch der Part des japanischen “Star Trek”-Fans ist sehr sympathisch und echt inszeniert.

Ähnlich wie bei “Lost” baut die Serie auf ein größeres Schauspieler-Ensemble auf. Es gibt zwar eine zentrale “Anker”-Figur, bei der wohl alle Fäden zusammenlaufen werden, doch der Cast ist eigentlich gleichberechtigt. Das macht die Geschichte ab einer gewissen Größe natürlich unübersichtlich und für den Gelegenheitszuschauer unattraktiv. Das Casting wiederum kann als durchaus gelungen bezeichnet werden — selbst Milo Ventimiglia, der mir eigentlich immer gewisse Magenschmerzen verursacht, gefällt mir recht gut. Und auch 10 Jahre nach “Profit” freue ich mich immer noch, wenn ich Adrian Pasdar sehe.

Fazit: Man kann nur hoffen, dass die Serie einen genügend starken übergreifenden Arc entwickelt, um nicht in ein laues “Freak of the Week”-Serial zu mutieren (siehe “The 4400″). Doch die Pilotepisode verspricht eine interessante Zukunft — sie ist ungewöhnlich, aber nicht over-the-top; Sie ist mysteriös mit einem gewissen Gänsehaut-Faktor, aber sie behält einen Bezug zur Realität; Sie zeichnet Konflikte, aber ohne plumpe Genre-Klischees (und vor allem ohne Luftröhrenschnitte). Und sie ist handwerklich sauber auf Film gebannt — sie macht Lust auf mehr. Insbesondere Comic-Fans dürften (und sollten) bei dieser Serie hellhörig werden. Ob die Show jedoch genügend begeisterte Zuschauer ausserhalb der Comicfans-Fraktion finden kann, bleibt das große Fragezeichen — und wird wohl auch von NBCs Promotätigkeiten abhängen.

Top-Thema bei Bloggern: “Studio 60″

Mittwoch, 12. Juli, 2006

So will uns zumindest die neueste Studie der Marketing-Research Firma Brandimensions weiß machen. Das Unternehmen hat für die gerade veröffentlichte (und kostenpflichtige) Studie nach eigener Aussage die Nennungen von neuen TV-Serien in diversen Online-Communities (Blogs, Chats, Foren etc) ausgewertet.

Using proprietary Internet monitoring technology combined with a patent-pending content analysis methodology, Brandimensions detects, analyzes and generates intelligence on tens of thousands of relevant comments about television shows and other entertainment products on a daily basis. The company scans the entire scope of the Internet and analyzes the most pertinent content to measure for assigned sentiment scores and share of discussion, rating the physical and emotional value of the results (positive or negative) to produce the relevant categorization records of information in all its reports.

Für diese Auswertung wurden 2,3 Millionen Suchtreffer auf knapp 45.000 relevante Aussagen reduziert. Nicht berücksichtigt wurden bereits laufende Serien — es fehlen also auch etwas die Relationen. Auch ein Vorjahresvergleich wird nicht angeführt.

Auf dieses System würde ich aber ja gerne mal einen Blick werfen. Ein Crawler, der automatisch Kundenmeinungen im Web sucht und den Kontext analysiert — also nicht nur eine simple Häufigkeitsstatistik aufstellt, sondern auch noch herausfinden soll, ob der Kunde das Produkt in einem positiven oder einem negativen Zusammenhang erwähnt. Das dürfte in solch heterogenen Meinungsbasaren wie Foren nicht gerade einfach sein — da würde mich ja mal die Fehlerquote interessieren. Etwas ähnliches hatten wir ja vor einiger Zeit schon mal im Forum thematisiert — dort war es konkret das Tool PropheSEE, das wohl den gleichen Zweck wie das Werkzeug von Brandimensions erfüllt.

Laut dieser Studie ist jedenfalls die NBC Drama Serie “Studio 60 on the Sunset Strip” angeblich die am heissesten diskutierte Serie (22 Prozent), die wohl gleichzeitig auch von den Internet-Nutzern mit den größten Vorschusslorbeeren bedacht wird (Wertung 3,8 von 5) . In meinen Augen keine große Überraschung. Der Buzz um die Show existierte ja schon Jahre vor den diesjährigen Upfronts. Auf den Plätzen folgen (mit weitem Abstand) die neue NBC Mystery/SciFi-Serie “Heroes” — wohl vor allem weil SciFi Geeks natürlich die klassischen Internet-Nutzer sind. Was sich auch bei Platz drei bestätigt: Das Endzeitdrama “Jericho” (CBS) schafft es bei der Häufigkeitsauswertung knapp vor die NBC Sitcom “30 Rock“. Ähnlich sieht es auch bei den Vorschusslorbeeren aus: Hier liegt nach “Studio 60″ ebenfalls “Heroes” auf Platz zwei, gefolgt von “Six Degrees” (ABC).

Die Zahlen belegen auch etwas anderes: Dies könnte die Phönix-aus-der-Asche-Saison von NBC werden. 41 Prozent aller Online-Diskussionen beschäftigen sich mit NBC-Shows. CBS folgt erst mit 19 Prozent. Insbesondere solch viel diskutierten Shows, die dann auch noch teilweise sehr gute Bewertungen bekommen, dürften bei den ersten paar Ausstrahlungen mit guten Quoten rechnen können. Nur müssen die Shows dann natürlich auch den hohen Erwartungen gerecht werden. Aber wie auch immer, das ist eine einmalige Chance für NBC, wieder aus dem Quotenkeller herauszukommen und einen ähnlichen Coup zu landen wie ABC vor zwei Jahren. Die Reviews von TV-Kritikern für die neuen NBC-Serien wie Heroes, Studio 60 und 30 Rock fallen in die Kategorien “gut” bis “durchwachsen” — ein Blockbuster von “Desperate Housewives”/”Grey’s Anatomy”-Ausmaßen zeichnet sich momentan mal nicht ab. Insbesondere “Studio 60″ hat wohl im Vorfeld derart hohe Erwartungen generiert, dass eine Enttäuschung quasi vorprogrammiert ist. Aber auch bei mir stehen die oben genannten NBC-Shows ganz oben auf der “Da-bin-ich-gespannt-drauf”-Liste.

Wer sich für detaillierte Auszüge aus der Studie interessiert: Der zusammenfassende Artikel bei Mediaweek ist recht ausführlich. Da die Studie kostenpflichtig ist, wird man sie wohl nicht als Download im Web finden.

Schwache Hoffnung für “Love Monkey”

Samstag, 25. Februar, 2006

Ausiello meldet, dass UPN an den ausstehenden fünf Episoden der durch CBS abgesetzten Dramaserie “Love Monkey” Interesse gezeigt hätte. Im offiziellen Statement dementiert UPN allerdings, dass es konkrete Pläne gebe. Wie üblich sind das nur wackelige Gerüchte, aber es würde durchaus Sinn machen, die Serie im Sommerloch “wegzusenden”. Für CBS hatte die Serie zwar enttäuschende Quoten, aber selbst wenn nur ein Drittel davon auf UPN einschalten, könnte man noch von einem Erfolg sprechen. Und da UPN eh im neuen CW Network aufgeht, sind die Quoten im Sommer noch weniger von Interesse als sonst. Dass die Show aber im Herbst für das CW weiterproduziert wird, halte ich für sehr unwahrscheinlich — die Serie ist dank der Aussendrehs nicht gerade billig. Inhaltlich würde sie aber ehrlichgesagt recht gut zum CW-Portfolio passen. Naja, üben wir uns halt mal wieder in positiver Hoffnung und warten ab…

Ausiello berichtet ferner, dass “Gilmore Girls” Matt Czuchry (“Logan”) einen 13-Episoden Deal für die kommende siebte Staffel der “Girls” unterzeichnet hat. Ist Logan nun also wirklich “the one”? Und wo wir gerade bei den “Girls” sind — die neue Show von Ex-”Jess” (oder naja, demnächst kann man das “Ex” ja wieder mal kurzzeitig streichen) mit dem Titel “The Bedford Diaries” ist wohl noch vor dem Start der Ausstrahlung in wenigen Wochen so gut wie tot. Milo Ventimiglia ist nun Teil des neuen NBC Projekts “Heroes” (mit Greg Grunberg). Und da stimme ich Ausiello zu – diese neue Show um normale Leute mit übermenschlichen Kräften klingt interessant (vom “Crossing Jordan” Macher — aber das muss ja nichts schlechtes heissen).